26.06.2018, 14:03 Uhr

Köln (AFP) Gerst und ISS-Crew beginnen Experimente im europäischen "Columbus"-Modul

Gerst vor seinem Abflug in Baikonur. Quelle: AFP/Archiv/Vyacheslav OSELEDKO (Foto: AFP/Archiv/Vyacheslav OSELEDKO)Gerst vor seinem Abflug in Baikonur. Quelle: AFP/Archiv/Vyacheslav OSELEDKO (Foto: AFP/Archiv/Vyacheslav OSELEDKO)

Planetenlabor und Untersuchungen zu Muskelschwund im Zuge der "Horizons"-Mission

Auf der Internationalen Raumstation ISS haben der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst und die weiteren Crewmitglieder mit den ersten Experimenten im europäischen Forschungsmodul "Columbus" begonnen. Unter anderem wurde für das Experiment "Myotones" die Skelettmuskulatur von Gerst vermessen, wie das Deutsche Raumfahrtzentrum DLR am Dienstag in Köln mitteilte.

Auf der Erde werden die Erkenntnisse dieses Experiments genutzt, um Rehabilitation- und Trainingsprogramme bei Muskel- und Knochenschwund zu verbessern. Zudem wird laut DLR in dieser Woche das Grundlagenexperiment "MagVector/MFX-2" auf der ISS mit ersten Proben bestückt. Dabei untersuchen Planetenforscher, welchen Einfluss das Erdmagnetfeld auf verschiedene Gesteine hat.

Der als Astro-Alex bekannt gewordene Gerst war am 6. Juni zu seinem zweiten Langzeitaufenthalt auf der ISS gestartet. Auf dem Programm seiner Mission "Horizons" stehen laut DLR insgesamt 151 Experimente, davon 41 mit deutscher Beteiligung. Gerst wird bis Dezember auf der Raumstation bleiben und als erster Deutscher im Oktober das Kommando auf der ISS übernehmen.


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