25.06.2018, 08:48 Uhr

München (AFP) Rückenwind für die deutsche Wirtschaft flaut ab

Baustelle in München. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Alexander Heinl (Foto: dpa/AFP/Archiv/Alexander Heinl)Baustelle in München. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Alexander Heinl (Foto: dpa/AFP/Archiv/Alexander Heinl)

Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt im Juni auf 101,8 Punkte

Das Geschäftsklima in den deutschen Unternehmen hat sich verschlechtert: Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Juni auf 101,8 Punkte, nachdem er im Mai saisonbereinigt bei 102,3 Punkten gelegen hatte, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag mitteilte. Demnach waren die Unternehmen zuletzt weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage - die Erwartungen bleiben jedoch unverändert leicht optimistisch.

"Der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft flaut ab", erklärte das Ifo. Der Index war die ersten Monate des Jahres gefallen, im Mai erklärte das Ifo-Institut, der Abwärtstrend sei gestoppt. Nun verschlecherte sich das Geschäftsklima aber wieder.

Im Handel sank der Index merklich, hier nahmen die Händler ihre Einschätzung der Lage zurück und sahen auch den Ausblick auf die kommenden Monate erstmals seit Februar 2015 leicht pessimistisch. Auch im Dienstleistungssektor waren die Befragten "auf hohem Niveau" weniger zufrieden mit ihrer Lage und schraubten zudem ihre Erwartungen zurück.

Im Verarbeitenden Gewerbe drückte die schlechtere Lageeinschätzung den Index, die Erwartungen blieben hingegen leicht optimistisch, so soll die Produktion ausgebaut werden. Ähnlich war das Ergebnis beim Bau: Die Unternehmer zeigten sich zwar weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage, blieben aber leicht optimistisch für die nahe Zukunft.

Für den Index befragt das Ifo-Institut monatlich rund 9000 Unternehmen. Dabei werden sie gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate einzuschätzen.


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