20.06.2018, 11:56 Uhr

London (AFP) May "zutiefst schockiert" über Familientrennungen durch US-Einwanderungspolitik

May im britischen Unterhaus. Quelle: PRU/AFP/HO (Foto: PRU/AFP/HO)May im britischen Unterhaus. Quelle: PRU/AFP/HO (Foto: PRU/AFP/HO)

Britische Premierministerin bezeichnet umstrittene Praxis als "falsch"

Die britische Premierministerin Theresa May hat sich entsetzt über die Familientrennungen im Zuge der restriktiven Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump gezeigt. Die Bilder von Kindern, die in käfigartigen Verschlägen festgehalten würden, seien "zutiefst schockierend", sagte May am Mittwoch im britischen Parlament. "Das ist falsch." Die britische Regierung sei damit "nicht einverstanden", betonte die Premierministerin: "Das ist nicht die britische Herangehensweise." May empfängt Trump am 13. Juli zu einem Besuch im Vereinigten Königreich.

Die US-Behörden behandeln illegal ins Land kommende Menschen seit Monaten systematisch als Gesetzesbrecher und nehmen sie in Haft. Da Kinder nicht mit ihren Eltern inhaftiert werden dürfen, werden die Familien auseinandergerissen.

Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums wurden seit Anfang Mai mehr als 2300 Kinder von ihren Eltern getrennt. Sie werden in eigenen Auffanglagern in der Nähe der Grenze festgehalten. Auch in den USA und innerhalb von Trumps Republikanischer Partei ist die Praxis höchst umstritten.


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