10.06.2018, 12:51 Uhr

Berlin (AFP) Grenell will sich nicht in politische Angelegenheiten in Deutschland einmischen

US-Botschafter Richard Grenell. Quelle: AFP/Archiv/Odd ANDERSEN (Foto: AFP/Archiv/Odd ANDERSEN)US-Botschafter Richard Grenell. Quelle: AFP/Archiv/Odd ANDERSEN (Foto: AFP/Archiv/Odd ANDERSEN)

US-Botschafter bedauert "falsche Interpretation" seiner vorherigen Äußerungen

US-Botschafter Richard Grenell hat nach dem Wirbel um seine Äußerungen im ultrarechten Internetportal "Breitbart" politische Zurückhaltung bei seiner Arbeit in Deutschland zugesagt. "Um es klarzustellen: Ich habe nicht die Absicht, mich in politische Angelegenheiten aktiv einzumischen", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Montagsausgaben). "Ich bedauere die Tatsache, dass meine Worte falsch interpretiert wurden", fügte er hinzu.

"Ich sehe mich verpflichtet, mit allen Regierungen und allen politischen Parteien zusammenzuarbeiten, um die transatlantischen Beziehungen zu stärken", sagte Grenell.

Grenell hatte in einem Interview mit "Breitbart" gesagt, er wolle konservative Anti-Establishment-Bewegungen in ganz Europa stärken. Die für einen Diplomaten höchst ungewöhnlichen Äußerungen sorgten für scharfe Kritik in Deutschland, mehrere Politiker warfen ihm eine Einmischung in innere Angelegenheiten vor. Rückendeckung hatte Grenell, der als eifriger Verteidiger der Politik von US-Präsident Donald Trump gilt, vom US-Außenministerium bekommen.


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