08.06.2018, 07:51 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Deutsche Autozulieferer schlagen Senkung der Importzölle auf US-Autos vor

Autoterminal in Bremerhaven. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Ingo Wagner (Foto: dpa/AFP/Archiv/Ingo Wagner)Autoterminal in Bremerhaven. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Ingo Wagner (Foto: dpa/AFP/Archiv/Ingo Wagner)

"Man muss in Verhandlungen etwas anbieten"

Im Handelsstreit mit den USA fordern deutsche Autozulieferer ein Signal der Entspannung statt Gegenzölle. "Ich bin der Meinung, dass man in den Verhandlungen etwas anbieten muss", sagte Wolf-Henning Scheider, Vorstandsvorsitzender des Autozulieferers ZF Friedrichshafen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Freitag. "Zum Beispiel könnten wir den Amerikanern entgegen kommen und die Importzölle von zehn Prozent auf amerikanische Autos abschaffen. Das wäre ein symbolträchtiger Akt."

Auch der Chef des Zulieferers Continental, Elmar Degenhart, plädierte mit Blick auf den mit 2,5 Prozent deutlich niedrigeren US-Zollsatz auf Autoimporte: "Ganz abschaffen oder auf geringstem Niveau einander angleichen: Das ist die beste Lösung", sagte er der "FAZ". Die EU erhebt auf Autoimporte zehn Prozent Zoll - Autolieferungen in die Vereinigten Staaten werden mit 2,5 Prozent Zoll belegt.

Der Handelsstreit zwischen EU und USA entzündet sich an den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium, die Washington für die Europäer seit dem 1. Juni erhebt. Die EU-Kommission will ab Juli Gegenzölle auf US-Produkte verhängen.


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