05.06.2018, 07:39 Uhr

Washington (AFP) US-Demokraten: Trump darf Chance bei Treffen mit Kim nicht "verschwenden"

US-Präsident Donald Trump. Quelle: AFP/Nicholas Kamm (Foto: AFP/Nicholas Kamm)US-Präsident Donald Trump. Quelle: AFP/Nicholas Kamm (Foto: AFP/Nicholas Kamm)

Warnende Worte eine Woche vor dem geplanten Treffen mit Nordkoreas Machthaber

Eine Woche vor dem geplanten Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben Politiker der oppositionellen US-Demokraten im Senat warnende Worte an Präsident Donald Trump gerichtet. Er sei besorgt, dass Trump keine "wirkliche Strategie" zu Nordkorea habe und eine "potenziell historische Gelegenheit zu verschwenden droht", sagte der demokratische Außenpolitikexperte Robert Menendez am Montag in Washington. Der Präsident dürfe die Sicherheit der USA und deren Verbündeter nicht aufs Spiel setzen, warnte Menendez.

Die Demokraten hofften zwar, dass Trump mit Kim am 12. Juni in Singapur eine "dauerhafte und starke Vereinbarung" erreiche, sagte der demokratische Fraktionsführer im Senat, Chuck Schumer. Allerdings müsse Trump bereit sein den Verhandlungstisch zu verlassen, falls sich kein gutes Abkommen abzeichne. Umgekehrt müsse der Präsident der Ausarbeitung eines guten Abkommens auch die nötige Zeit lassen.

In einem Brief an Trump erklärten sieben demokratische Senatoren, was sie unter einem "schlechten Deal" verstehen: eine Lockerung der US-Sanktionen gegen Nordkorea, ohne dessen Atom- und Raketenarsenal überprüft zu haben. Die Senatoren forderten, Pjöngjang müsse seine gesamten Bestände atomarer, chemischer und biologischer Waffen vernichten.

Zudem forderten sie das Weiße Haus dazu auf, den US-Kongress in den diplomatischen Prozess mit Nordkorea einzubeziehen. Die Abgeordneten würden "handeln", falls Trump '"vom Kurs abweicht".

Der Konflikt um Nordkorea und dessen Atom- und Raketenprogramme beschäftigt die Staatengemeinschaft seit Jahrzehnten. Das weitgehend isolierte Land verfügt nach Angaben der Führung in Pjöngjang über Atomwaffen, mit denen es seine Nachbarstaaten, aber auch die USA bedrohen könnte.


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