03.06.2018, 16:41 Uhr

Hamburg (AFP) Stromausfall nach Kurzschluss legt Hamburger Flughafen komplett lahm

Gestrandete Reisenden am Hamburger Flughafen. Quelle: dpa/AFP/Daniel Reinhardt (Foto: dpa/AFP/Daniel Reinhardt)Gestrandete Reisenden am Hamburger Flughafen. Quelle: dpa/AFP/Daniel Reinhardt (Foto: dpa/AFP/Daniel Reinhardt)

Zahlreiche Flüge gestrichen und 30.000 Passagiere gestrandet

Hunderte gestrichene Flüge und 30.000 betroffene Passagiere: Ein Stromausfall hat den Hamburger Flughafen am Sonntag komplett lahmgelegt. Nach einem Kurzschluss wurde der Flugbetrieb gegen 10.00 Uhr zunächst vorübergehend eingestellt. Am Nachmittag war dann klar, dass für den Rest des Tages keine Flieger mehr in Hamburg starten oder landen können.

"Ein Kurzschluss hat heute morgen um 9.30 Uhr zu einem Stromausfall am Hamburg Airport geführt", teilte Norddeutschlands größter Flughafen am Nachmittag mit. "Es ist nicht gelungen, die Ursache des Kurzschlusses zu beheben. Daher sieht sich der Flughafen Hamburg gezwungen, den Flugbetrieb für den heutigen Tag einzustellen." Es werde eine "redundante Stromversorgung" benötigt, um einen gesicherten Flugbetrieb durchzuführen.

Die Polizei sperrte die Zufahrtswege zur Abflugebene. Reisenden wurde davon abgeraten, überhaupt zum Flughafen zu kommen.

Betroffen waren nach Angaben einer Flughafensprecherin 30.000 Passagiere. Sonntags werden am Hamburger Flughafen im Schnitt je 200 An- und Abflüge abgefertigt. "Bis 10.00 Uhr fanden 37 Starts und 24 Ankünfte statt", erklärte der Flughafen - damit wurden mehr als 160 Starts und mehr als 170 Landungen gestrichen.

"Wir bedauern für alle Fluggäste und Abholer sehr, dass wir gezwungen waren, den Flugbetrieb einzustellen", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung am Hamburg Airport, Michael Eggenschwiler. "Nun arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Ursache des Kurzschlusses zu beheben und diese Ausnahmesituation für unsere Gäste so schnell wie möglich zu beenden."

Nach Angaben der Flughafensprecherin wurden die gestrandeten Passagiere mit Getränken versorgt. Geplant war demnach auch, Feldbetten für Passagiere aufzustellen, die die Nacht am Flughafen verbringen mussten.

Der Sprecherin zufolge wurde der Fehler zwar inzwischen behoben. Völlig unklar war aber, wann genau der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.


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