02.06.2018, 01:43 Uhr

New York (AFP) Trump unternimmt neuen Vorstoß für Subventionen für Kohle- und Atomkraftwerke

Kohlekraftwerk in Baltimore. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON)Kohlekraftwerk in Baltimore. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON)

Sprecherin des Präsidenten verweist auf nationale Sicherheit der USA

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump unternimmt einen neuen Vorstoß zur Subventionierung alter Kohle- und Atomkraftwerke. Das Energienetz und die Energieinfrastruktur der USA müssten "stark und sicher" gemacht werden, um die Öffentlichkeit und die Wirtschaft vor "vorsätzlichen Angriffen und Naturkatastrophen" zu schützen, erklärte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Freitag in Washington. Kritiker halten den Vorstoß für unnötig - und warnen vor steigenden Energiekosten.

Trumps erklärtes Ziel ist es, der heimischen Kohle- und Atomindustrie zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen. Sein Energieminister Rick Perry hatte bereits im vergangenen Jahr staatliche Subventionen für Kohle- und Atomkraftwerke vorgeschlagen. Die zuständige Aufsichtsbehörde FERC hatte den Vorschlag jedoch abgelehnt. Die Forderungen seien "weder gerechtfertigt noch angemessen".

Am Freitag teilte das Weiße Haus nun mit, dass an einem neuen Plan gearbeitet werde - diesmal mit Verweis auf die nationale Sicherheit. Mit der Abschaltung der Kraftwerke werde ein "wichtiger Teil des Energiemixes" der USA dezimiert und das Energienetz weniger belastbar, erklärte Sanders. Trump habe Perry darum angewiesen, "sofortige Maßnahmen" zu ergreifen, "um den Verlust dieser Ressourcen zu stoppen".

Einzelheiten nannte Sanders nicht. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge sollen die Netzbetreiber gezwungen werden, Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken zu beziehen.

Der Netzbetreiber PJM kritisierte die Ankündigung. Für so "drastische Maßnahmen" gebe es keinen Grund. Wenn der Staat vorschreibe, Strom aus bestimmten Kraftwerken zu kaufen, sei dies schädlich für den Markt "und daher teuer für die Verbraucher". Der Verband der Solarindustrie kritisierte, wenn die Regierung Milliarden von Dollar ausgebe, um unrentable Kraftwerke zu retten und gleichzeitig die "saubere und erschwingliche Solarenergie" an den Rand dränge, sei dies "kein Rezept für wirtschaftlichen Erfolg".


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