01.06.2018, 14:58 Uhr

Bitburg (AFP) Raubtiere aus Zoo in Rheinland-Pfalz sorgen für Aufregung

Ein Bär wurde in einem Zoo in der Eifel erschossen. Quelle: AFP/Archiv/Joaquin SARMIENTO (Foto: AFP/Archiv/Joaquin SARMIENTO)Ein Bär wurde in einem Zoo in der Eifel erschossen. Quelle: AFP/Archiv/Joaquin SARMIENTO (Foto: AFP/Archiv/Joaquin SARMIENTO)

Unwetter setzt Gehege unter Wasser - Ausgebrochener Bär erschossen

Mehrere vermeintlich ausgebrochene Raubtiere aus einem Zoo in Rheinland-Pfalz haben am Freitag für einen Großeinsatz gesorgt. Ein Unwetter hatte Gehege im Eifel-Zoo in Lünebach überschwemmt und teilweise beschädigt, wie die zuständige Kreisverwaltung in Bitburg mitteilte. Ein Bär entkam so aus seinem Gehege und wurde erschossen. Zunächst wurde angenommen, dass auch zwei Löwen, zwei Tiger und ein Jaguar ausgebrochen waren, was sich aber nicht bestätigte.

Die Raubkatzen hatten sich den Angaben zufolge in ihren Gehegen versteckt. Bei der Suche nach den Tieren wurde auch eine Drohne eingesetzt.

Zunächst wurde mit einem Großaufgebot nach den Raubtieren gesucht. Auch Jäger waren im Einsatz. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben. Nachdem der Bär getötet worden war, war der Verbleib der anderen Tiere über Stunden unklar.

Die Lage hatte sich zugespitzt, nachdem über der Region in der Nacht zum Freitag ein heftiges Unwetter niedergegangen war. Auch die Gehege des Eifel-Zoos wurden unter Wasser gesetzt und teilweise unterspült. Dadurch seien zum Teil auch Zäune "durchlässig" gewesen, sagte eine Polizeisprecherin in Trier.

Der Eifel-Zoo in Lünebach beherbergt nach eigenen Angaben rund 60 exotische und einheimische Tierarten. Auf 30 Hektar gibt es insgesamt rund 400 Tiere, darunter Sibirische Tiger und Löwen.

Der Kölner Kaufmann Hans Wallpott erwarb 1965 Teile des heutigen Zoogeländes, das früher zur Fischzucht diente. Mit den Jahren wurde der Zoo ausgebaut und erweitert. Bis heute ist der Eifel-Zoo im Besitz der Familie Wallpott.

2016 waren zwei Löwen im Leipziger Zoo aus ihrem Gehege ausgebrochen. Zu dem Zeitpunkt war der Zoo noch geschlossen, Besucher waren daher noch nicht auf der Anlage. Einer der Löwen musste erschossen werden, das andere Tier konnte in das Gehege zurückgedrängt werden.


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