30.05.2018, 09:04 Uhr

Köln (AFP) Aufräumarbeiten nach schweren Unwettern vor allem in NRW laufen auf Hochtouren

In Wuppertal stürzte das Dach einer Tankstelle ein. Quelle: dpa/AFP/Holger Battefeld (Foto: dpa/AFP/Holger Battefeld)In Wuppertal stürzte das Dach einer Tankstelle ein. Quelle: dpa/AFP/Holger Battefeld (Foto: dpa/AFP/Holger Battefeld)

Meteorologen geben keine Entwarnung - Gewitter im Norden und der Mitte erwartet

Keine Entwarnung an der Unwetterfront: Während nach den schweren Gewittern vom Dienstagnachmittag vor allem in Nordrhein-Westfalen das Aufräumen begann, hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch vor neuen Unwettern gewarnt. In einem breiten Streifen von der Nordsee bis in die östliche Mitte wurden laut DWD kräftige Gewitter erwartet. Derweil liefen im am Dienstag besonders betroffenen Wuppertal die Aufräumarbeiten auf Hochtouren.

In Wuppertal hatten in der Nacht zum Mittwoch Feuerwehren auch aus Nachbarstädten alle Hände voll zu tun, um durch Starkregen einsturzgefährdete Gebäude zu sichern und vollgelaufene Keller leerzupumpen. Auf Anforderung der Bezirksregierung Düsseldorf machten sich am Mittwochmorgen weitere Einsatzkräfte zur Beseitigung von Unwetterschäden auf den Weg in die Stadt im Bergischen, darunter Helfer aus Mönchengladbach, Krefeld und dem Kreis Viersen.

Bei dem Unwetter über Wuppertal waren unter anderem schwere Schäden an Dächern einer Tankstelle und eines Universitätsgebäudes entstanden. Die Deutsche Bahn und die berühmte Schwebebahn stellten den Betrieb vorübergehend ein. Mit einer flächendeckenden Schadensbilanz rechnete die Behörden erst in den kommenden Tagen.

Die Feuerwehren mussten zu hunderten Einsätzen ausrücken, vor allem wegen überfluteter Straßen, hochgedrückter Gullydeckel, umgestürzter Bäume sowie Geröll und Schlamm. Feuerwehr und Stadtverwaltung hatten den Wuppertalern am Dienstagabend nachdrücklich empfohlen, möglichst in ihren Wohnungen zu bleiben. Wer unterwegs sei, solle bei Wasserlachen auf Straßen besonders aufmerksam sein: Gullydeckel könnten fehlen oder Hindernisse im Wasser nicht sichtbar sein.

Auch andernorts richteten die Unwetter am späten Dienstagnachmittag beträchtliche Schäden an. So setzten sintflutartige Regenfälle unter anderem Straßenzüge im niedersächsischen Bad Gandersheim unter Wasser. "Binnen kürzester Zeit verwandelten sich ganze größtenteils abschüssige Straßenzüge zu reißenden Flüssen", berichtete am Mittwoch die Polizei. Besonders betroffen waren demnach die Ortsteile Gremsheim und Altgandersheim, wo einige Häuser für unbewohnbar erklärt wurden.


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