27.05.2018, 07:39 Uhr

Bogotá (AFP) Erste Präsidentschaftswahl seit Friedensschluss mit Farc-Guerilla in Kolumbien

Kabinen in Cali für die Präsidentschaftswahl . Quelle: AFP/Luis ROBAYO (Foto: AFP/Luis ROBAYO)Kabinen in Cali für die Präsidentschaftswahl . Quelle: AFP/Luis ROBAYO (Foto: AFP/Luis ROBAYO)

In Kolumbien findet am Sonntag die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt. Sie entscheidet auch über die Zukunft des Friedensabkommens von 2016 mit der Farc-Guerilla. Der Favorit in den Meinungsumfragen, Iván Duque von der ultrarechten Partei Demokratisches Zentrum will die Vereinbarung im Fall seines Sieges überarbeiten. Auch Friedensgespräche mit den noch nicht entwaffneten ELN-Rebellen lehnt er ab.

In Kolumbien findet am Sonntag die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt. Sie entscheidet auch über die Zukunft des Friedensabkommens von 2016 mit der Farc-Guerilla. Der Favorit in den Meinungsumfragen, Iván Duque von der ultrarechten Partei Demokratisches Zentrum will die Vereinbarung im Fall seines Sieges überarbeiten. Auch Friedensgespräche mit den noch nicht entwaffneten ELN-Rebellen lehnt er ab.

Der auf Platz zwei liegende Gustavo Petro von der Bewegung Menschliches Kolumbien unterstützt das Abkommen und will einen ähnlichen Pakt auch mit der ELN-Guerilla schließen. Die übrigen Kandidaten dürften abgeschlagen hinter Petro folgen. Weitere Themen des Wahlkampfs waren unter anderem die soziale Ungerechtigkeit, die grassierende Korruption und die Drogenmafia. Da weder auf Duque noch auf Petro mehr als 50 Prozent der Stimmen entfallen dürften, ist damit zu rechnen, dass es am 17. Juni einen zweiten Wahlgang gibt. Wahlberechtigt sind etwa 36 Millionen Menschen.


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