21.05.2018, 12:15 Uhr

Gifhorn (AFP) 19-Jähriger stirbt durch Stromschlag nach Klettern an Bahnstrecke

Rettungswagen im Einsatz. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Marcel Kusch (Foto: dpa/AFP/Archiv/Marcel Kusch)Rettungswagen im Einsatz. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Marcel Kusch (Foto: dpa/AFP/Archiv/Marcel Kusch)

Von Freundin alarmierter Norarzt kann nur noch Tod feststellen

Beim Klettern an der Bahnlinie zwischen Hannover und Wolfsburg hat ein 19-Jähriger einen tödlichen Stromschlag erlitten. Wie die Polizei im niedersächsischen Gifhorn am Montag mitteilte, hatte der jungen Mann am Samstagabend im Beisein seiner 17-jährigen Freundin einen Masten der Oberleitung erklommen, als es zu einem sogenannten Spannungsüberschlag kam. Er wurde von einem Stromschlag getroffen und stürzte zu Boden.

Obwohl die Freundin sofort die Rettungskräfte verständigte, konnte ein Notarzt nur noch den Tod des 19-Jährigen feststellen. Im Einsatz waren die Bundespolizei, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn und ein Notfallseelsorger.

In der Vergangenheit kam es deutschlandweit immer wieder zu solchen tödlichen Unfällen. Erst Anfang Mai hatte eine 17-Jährige in Sachsen beim Klettern auf eine Elektrolokomotive einen tödlichen Stromschlag erlitten, als sich aufgrund der Nähe zu einer Hochspannungsleitung im Bahnhof von Pirna ein Lichtbogen bildete. Im Februar wurde ein 15-jähriges Mädchen in Leipzig beim Herumklettern auf Güterwaggons getötet.

Insbesondere von der stromführenden Oberleitung auf Bahnanlagen geht der Bundespolizei zufolge eine erhebliche Gefahr aus. Bei 15.000 Volt reicht demnach ein Unterschreiten des Sicherheitsabstands von anderthalb Metern aus, um einen Spannungsüberschlag auszulösen.


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