17.05.2018, 14:07 Uhr

Bielefeld (AFP) 56-Jähriger aus Bielefeld soll Pausenbrot eines Kollegen mit Gift versetzt haben

Blaulicht der Polizei. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Carsten Rehder (Foto: dpa/AFP/Archiv/Carsten Rehder)Blaulicht der Polizei. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Carsten Rehder (Foto: dpa/AFP/Archiv/Carsten Rehder)

Verdächtiger Firmenmitarbeiter wegen Mordversuchs in U-Haft - Motiv unklar

Ein Mitarbeiter einer Firma im nordrhein-westfälischen Schloß Holte-Stukenbrock soll das Pausenbrot eines Kollegen mit einer giftigen Chemikalie versetzt haben. Der Tatverdächtige wurde durch Bildaufzeichnungen identifiziert, wie die Polizei am Donnerstag in Bielefeld mitteilte. Er soll demnach die Brotdose des Kollegen geöffnet und eine Substanz auf das Pausenbrot aufgebracht haben. Zum möglichen Motiv gab es einem Polizeisprecher zufolge zunächst "keine Erkenntnisse".

Der 56-jährige Verdächtige wurde am Mittwoch festgenommen und sitzt seit Donnerstag wegen Mordversuchs in Untersuchungshaft. Bei seiner Festnahme trug der Mann den Angaben zufolge eine kleine Flasche mit einer pulvrigen Substanz bei sich. In seiner Wohnung in Bielefeld fanden die Beamten weitere Hinweise auf chemische Substanzen.

Der betroffene Kollege des 56-Jährigen hatte die Substanz bereits Anfang Mai auf seinem Pausenbrot entdeckt und die Firmenleitung informiert. Spezialisten des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen untersuchten daraufhin das Pausenbrot. Dabei ergab sich der dringende Verdacht, dass es sich bei der Substanz um eine toxische Chemikalie handelte.


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