15.05.2018, 13:31 Uhr

Istanbul (AFP) Türkischer Fußballverband weist deutsche Kritik an Özil und Gündogan zurück

Erdogan mit deutsch-türkischen Fußballern. Quelle: TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP/Archiv/KAYHAN OZER (Foto: TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP/Archiv/KAYHAN OZER)Erdogan mit deutsch-türkischen Fußballern. Quelle: TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP/Archiv/KAYHAN OZER (Foto: TURKISH PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP/Archiv/KAYHAN OZER)

Vereinspräsident spricht von "verleumderischen" und "inakzeptablen" Äußerungen

Der türkische Fußballverband hat die deutsche Kritik an dem Treffen der Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurückgewiesen. Verbandspräsident Yildirim Demirören erklärte am Dienstag, die Kritik aus Deutschland sei "beleidigend".

DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte am Montagabend erklärt, die Nationalspieler hätten sich für Erdogans "Wahlkampfmanöver missbrauchen" lassen. "Der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden", schrieb Grindel über den Kurzbotschaftendienst Twitter.

Der türkische Verbandspräsident Demirören erklärte, er habe Grindels Äußerungen "mit großer Betrübnis" zur Kenntnis genommen. Diese seien "absolut inakzeptabel". Der türkische Präsident Erdogan sei "leidenschaftlicher Fußballfan" und habe viel für den Sport in der Türkei getan. "Deshalb ist es total normal, wenn er drei Fußballer türkischer Herkunft trifft, die in Deutschland geboren wurden."

Özil und Gündogan, die für Arsenal London und Manchester City spielen, sowie der aus Wetzlar stammende Cenk Tosun vom FC Everton hatten sich am Sonntag mit Erdogan in der britischen Hauptstadt London getroffen und mit ihm fotografieren lassen. Gündogan hielt ein hellblaues Trikot mit der Nummer acht hoch, auf dem in Türkisch stand: "Mit großem Respekt für meinen Präsidenten." Özil und Gündogan wurden in Gelsenkirchen geboren.


0 Kommentare