14.05.2018, 19:07 Uhr

Washington (AFP) US-Regierung weist Hamas die Schuld für Tote im Gazastreifen zu

Weißes Haus: "Zynische" Provokation der Palästinenserorganisation

Die US-Regierung hat der radikalen Palästinenserorganisation Hamas die Verantwortung für die blutigen Konfrontationen im Gazastreifen am Tag der US-Botschaftseröffnung in Jerusalem zugewiesen. "Die Verantwortung für diese tragischen Todesfälle liegt direkt bei der Hamas", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Raj Shah, am Montag in Washington.

Bei den Konfrontationen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Soldaten wurden mehr als 50 Menschen getötet und mindestens 2400 weitere verletzt. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warf Israel ein "Massaker" vor.

Der Sprecher von US-Präsident Donald Trump sagte jedoch, die Reaktion der israelischen Armee sei "absichtlich und zynisch" von der Hamas provoziert worden. Israel habe "das Recht, sich selbst zu verteidigen".

Die USA hatten ihre Botschaft in Jerusalem am Montag in einer Zeremonie mit 800 Gästen eröffnet. Die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv ist für die Palästinenser jedoch ein Affront. Sie betrachten den Ostteil von Jerusalem als Hauptstadt ihres angestrebten Staates.

Bis zur im Dezember verkündeten Entscheidung Trumps, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die Botschaft umziehen zu lassen, galt in der internationalen Gemeinschaft der Konsens, dass der Status der Stadt erst in Friedensverhandlungen zu klären sei.


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