14.05.2018, 13:10 Uhr

Neu Delhi (AFP) Mehr als 80 Tote bei schweren Unwettern in Indien

Zerstörtes Haus in der Nähe von Agartala. Quelle: AFP/Arindam DEY (Foto: AFP/Arindam DEY)Zerstörtes Haus in der Nähe von Agartala. Quelle: AFP/Arindam DEY (Foto: AFP/Arindam DEY)

Stürme und Gewitter wüten in weiten Teilen des Landes

Bei schweren Unwettern in Indien sind mindestens 86 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert weitere Menschen wurden nach Angaben der Behörden vom Montag verletzt, als in weiten Teilen des Subkontinents am Sonntagabend Stürme und Gewitter wüteten. Am stärksten betroffen war der bevölkerungsreichste Bundesstaat Uttar Pradesh, wo nach Behördenangaben 48 Menschen in Hagel- und Gewitterstürmen starben und 80 weitere Menschen verletzt wurden.

Von den Unwettern betroffen waren der Norden, Osten und Süden Indiens. Die Stürme im nordindischen Uttar Pradesh brachten nach Angaben der dortigen Katastrophenschutzbehörde Mauern zum Einsturz und rissen Bäume und Strommasten nieder. Rund 40 Häuser wurden zerstört. 48 Menschen starben durch Stürme und Blitzeinschläge. Außerdem kamen auf einem Fluss acht Passagiere eines Bootes ums Leben, das im Sturm kenterte.

Im Bundesstaat Westbengalen kamen 14 Menschen ums Leben, darunter vier Kinder. In der Regionalhauptstadt Kolkata schlug ein Blitz in einem Haus ein. In Andhra Pradesh wurden zwölf Menschen von Blitzen erschlagen. Der südliche Bundesstaat Andhra Pradesh war bereits am 1. Mai von 40.000 Blitzen getroffen worden, damals kamen 14 Menschen ums Leben.

In Neu Delhi starben nach Behördenangaben zwei Menschen, als ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu hundert Stundenkilometern über die indische Hauptstadt hinwegfegte. Auch aus Bihar wurden zwei Todesopfer gemeldet.

Der internationale Flughafen Indira Gandhi in Neu Delhi wurde am Sonntag für mehr als zwei Stunden geschlossen. Rund 70 Flüge mussten wegen des Unwetters umgeleitet werden.

Seit Monatsbeginn herrschen in Indien extreme Wetterverhältnisse. Vor rund zehn Tagen waren mehr als 140 Menschen bei Sandstürmen und Blitzschlägen ums Leben gekommen.


0 Kommentare