12.05.2018, 05:46 Uhr

Peking (AFP) China gedenkt des verheerenden Erdbebens in Sichuan vor zehn Jahren

Die Trauer um zehntausende Opfer ist geblieben. Quelle: AFP/Johannes EISELE (Foto: AFP/Johannes EISELE)Die Trauer um zehntausende Opfer ist geblieben. Quelle: AFP/Johannes EISELE (Foto: AFP/Johannes EISELE)

Mehr als 87.000 Tote und Vermisste nach Beben der Stärke 7,9

China gedenkt am Samstag des verheerenden Erdbebens in der Provinz Sichuan, bei dem vor zehn Jahren zehntausende Menschen ums Leben kamen. Das Beben der Stärke 7,9 hatte die Region im Südwesten des Landes am Nachmittag des 12. Mai 2008 erschüttert. Unter den mehr als 87.000 Toten und Vermissten waren 5335 Schulkinder.

An einer damals eingestürzten Schule in Yingxiu sollte am Samstagnachmittag (Ortszeit) eine Gedenkzeremonie abgehalten werden. Das zerstörte Schulgebäude ist heute ein Mahnmal, eine riesige Uhr erinnert an den Tag und die Uhrzeit, zu der die Region von dem starken Beben erschüttert wurde.

Insgesamt waren damals mehr als 7000 Schulen beschädigt worden. Die hohe Opferzahl unter Schülern hatte neben Trauer vor allem Zorn ausgelöst und zu Protesten in der Bevölkerung geführt. Vorwürfe wegen Pfusch am Bau und Korruption wurden laut - zumal viele andere Gebäude im Umkreis der Schulen dem Erdbeben standhielten.

Auf Druck der Bevölkerung kündigten die Behörden eine Untersuchung zu Baumängeln an Schulen an. Deren Ergebnisse wurden nie vorgelegt.


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