10.05.2018, 12:23 Uhr

Nairobi (AFP) Mehr als 30 Tote bei Dammbruch in Kenia

Anwohner betrauern Opfer des Staudammbruchs. Quelle: AFP/ (Foto: AFP/)Anwohner betrauern Opfer des Staudammbruchs. Quelle: AFP/ (Foto: AFP/)

Dutzende Menschen nach Unglück in Krankenhäuser gebracht

Bei einem Dammbruch im Zentrum von Kenia sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurden bei dem Unglück am Solai-Staudamm nahe der Stadt Nakuru rund 150 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi ganze Häuser durch die Wassermassen weggespült. Viele Bewohner wurden demnach im Schlaf überrascht.

Der regionale Polizeichef Gideon Kibunjah sagte, der Staudamm zehn Kilometer nördlich von Nakuru sei am Mittwochabend gebrochen. 36 Menschen wurden nach seinen Angaben in Krankenhäuser gebracht.

Ein ranghoher Polizeibeamter sagte am Unglücksort, Rettungskräfte hätten die ganze Nacht über nach Vermissten gesucht. Elf schlammbedeckte Leichen seien auf einer Kaffeeplantage gefunden worden. Es handele sich möglicherweise um Menschen, die zunächst fliehen konnten, es dann aber nicht schafften, sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten seien Frauen, Kinder und ältere Menschen.

Das kenianische Rote Kreuz schätzte, dass 500 Familien von dem Unglück betroffen seien. Rund um Nakuru, Kenias viertgrößte Stadt, wurden mehrere Dörfer Opfer der Katastrophe.

Die Regenzeit in Kenia fällt in diesem Jahr nach drei Jahren Trockenheit besonders heftig aus. Überall im Land gab es in den vergangenen Wochen Überschwemmungen und Erdrutsche. Die Regierung hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass mehr als 220.000 Menschen von den Überschwemmungen in die Flucht getrieben worden seien.


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