09.05.2018, 18:24 Uhr

Washington (AFP) Trump droht Teheran mit "Konsequenzen" bei Ausweitung von Atomprogramm

US-Präsident Trump droht dem Iran mit "Konsequenzen" bei Ausweitung von Atomprogramm. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)US-Präsident Trump droht dem Iran mit "Konsequenzen" bei Ausweitung von Atomprogramm. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)

Mattis: USA wollen weiter mit Verbündeten in Iran-Frage kooperieren

Einen Tag nach seinem Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump dem Land mit "sehr schwerwiegenden Konsequenzen" gedroht, sollte es sein Nuklearprogramm ausweiten. "Ich würde dem Iran raten, nicht sein Atomprogramm zu starten. Ich würde ihnen sehr stark dazu raten", sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten im Weißen Haus.

Auf die Frage, wie seine Antwort auf eine Ausweitung des iranischen Atomprogramms aussehen würde, sagte Trump nur: "Der Iran wird es herausfinden."

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte als Reaktion auf Trumps Beschluss, das Abkommen von 2015 aufzukündigen und frühere Wirtschaftssanktionen gegen Teheran wieder in Kraft zu setzen, mit einer Verstärkung der Urananreicherung gedroht. Im Rahmen des Abkommens hatte sich Teheran zu einer deutlichen Reduzierung seiner Urananreicherung verpflichtet.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis beteuerte am Mittwoch, dass seine Regierung weiterhin mit den europäischen Verbündeten in der Iran-Frage zusammenarbeiten wolle. Als Ziel nannte Mattis dabei in einer Senatsanhörung unter anderem, dass der Iran "nie eine Atomwaffe erlangen" könne.

Mattis gilt als moderate Kraft innerhalb der US-Regierung. Er war für ein Festhalten an dem Iran-Abkommen eingetreten. Allerdings hatte auch Trump am Dienstag bei Bekanntgabe seiner Ausstiegsentscheidung gesagt, dass seine Regierung zusammen mit den Verbünden an einer "wirklichen, umfassenden und dauerhaften Lösung für die iranische Nuklearbedrohung" arbeiten werde.


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