08.05.2018, 08:40 Uhr

Berlin (AFP) Maas reist zu Antrittsbesuch nach Moskau

Bundesaußenminister Heiko Maas. Quelle: AFP/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Tobias SCHWARZ)Bundesaußenminister Heiko Maas. Quelle: AFP/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Tobias SCHWARZ)

Breite Kritik an Schröder-Auftritt bei Putins Vereidigung

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) reist am Donnerstag zu seinem Antrittsbesuch nach Russland. In Moskau ist unter anderem ein Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow geplant, wie das Auswärtige Amt am Dienstag mitteilte. Bei den Gesprächen soll es um die Lage im Bürgerkriegsland Syrien und in der Ostukraine sowie um die derzeit angespannten deutsch-russischen Beziehungen gehen.

Kommende Woche reist dann Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Russland. Sie will am 18. Mai Staatschef Wladimir Putin in Sotschi treffen. Merkel war zuletzt Anfang Mai 2017 in Russland gewesen, ebenfalls für ein Treffen mit Putin in der Küstenstadt Sotschi am Schwarzen Meer.

Die Beziehungen zwischen der Bundesregierung und dem Kreml sind derzeit angespannt. Gründe sind unter anderem die Rolle Russlands im Ukraine-Konflikt und im Krieg in Syrien sowie Vorwürfe zum Giftanschlag auf einen früheren russischen Agenten in Großbritannien.

Präsident Putin wurde am Montag für seine vierte Amtszeit als russischer Staatschef vereidigt. Zuvor war die Polizei hart gegen Demonstrationen der Opposition eingeschritten. Der Auftritt von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) bei der Vereidigungszeremonie in Moskau wurde von deutschen Politikern heftig kritisiert.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe): "Ich finde es daneben. Hier setzt sich ein ehemaliger Bundeskanzler ohne Scham in die erste Reihe der Claqueure für Herrn Putin, dessen Regime die Opposition drangsaliert und in Syrien an der Seite des Diktators Assad Zivilisten bombardiert."

Der CDU-Außenpolitiker Elmar Brok kritisierte laut "Bild", Schröder kenne "offensichtlich keinerlei Grenzen mehr". FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff sagte dem Blatt: "Alles was Schröder jetzt noch fehlt, ist eine so schmucke Uniform wie die des russischen Verteidigungsministers, der hinter ihm stand."


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