06.05.2018, 10:25 Uhr

Seoul (AFP) Nordkorea: Jüngste diplomatische Gespräche kein Ergebnis von Druck der USA

Ein Gipfeltreffen ist in den kommenden Wochen geplant. Quelle: KCNA via KNS/AFP/STR (Foto: KCNA via KNS/AFP/STR)Ein Gipfeltreffen ist in den kommenden Wochen geplant. Quelle: KCNA via KNS/AFP/STR (Foto: KCNA via KNS/AFP/STR)

Trump hatte Fortschritte in Korea-Konflikt mit harter Haltung der USA erklärt

Nordkorea hat die US-Regierung davor gewarnt, die jüngsten diplomatischen Gespräche allein auf den Druck aus Washington zurückzuführen. Pjöngjangs jüngste Schritte als "Zeichen der Schwäche" zu interpretieren sei "nicht förderlich" für Gespräche und könne "die Situation wieder ganz an den Anfang bringen", erklärte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums am Sonntag. Washington provoziere "ganz bewusst" und wolle die aktuelle "Dialog-Atmosphäre" untergraben.

Der Sprecher ging nicht ausdrücklich auf das geplante Gipfeltreffen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump ein. Eine offizielle Ankündigung der Begegnung durch Pjöngjang steht noch aus. Trump hatte am Freitag erklärt, Ort und Zeit für das in wenigen Wochen geplante Treffen stünden fest.

Trump hatte Ende April bei einer Kundgebung vor Anhängern gesagt, durch seine Politik der Stärke gegenüber Nordkorea habe er die USA vor einem "Atomkrieg" bewahrt. Sein "maximaler Druck" mit harter Rhetorik und scharfen Sanktionen habe zu einem Durchbruch im Konflikt mit Pjöngjang geführt.

Nachdem die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea im vergangenen Jahr zugenommen hatten, kam im Februar diplomatische Bewegung in den Konflikt. Ende April kamen Kim und der südkoreanische Staatschef Moon Jae In zu einem historischen Gipfeltreffen im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea zusammen. Dabei bekannten sie sich zum Ziel eines dauerhaften und stabilen Friedens und einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel.


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