27.04.2018, 07:05 Uhr

Los Angeles (AFP) Ermittler kamen "Golden State Killer" durch Ahnenforschungs-Seiten auf die Spur

Ein Foto des mutmaßlichen Serienmörders DeAngelo. Quelle: GETTY IMAGES/AFP/Archiv/JUSTIN SULLIVAN (Foto: GETTY IMAGES/AFP/Archiv/JUSTIN SULLIVAN)Ein Foto des mutmaßlichen Serienmörders DeAngelo. Quelle: GETTY IMAGES/AFP/Archiv/JUSTIN SULLIVAN (Foto: GETTY IMAGES/AFP/Archiv/JUSTIN SULLIVAN)

US-Polizei verglich alte DNA-Spur mit im Netz veröffentlichten Erbgut-Profilen

US-Ermittler sind dem mutmaßlichen Serienmörder Joseph James DeAngelo mit Hilfe von Internetseiten für Ahnenforschung auf die Spur gekommen. Bei der Suche nach dem "Golden State Killer" verglich die Polizei von Sacramento eine an einem Tatort gefundene DNA-Spur mit im Netz verfügbaren genetischen Profilen, wie das Büro von Staatsanwältin Anne Marie Schubert am Donnerstag einen Medienbericht bestätigte.

Die Ermittler werteten die Stammbäume von Familien aus, deren Erbgut Ähnlichkeiten mit der am Tatort gesicherten DNA-Probe hatte. Dadurch geriet DeAngelo in den Fokus der Polizei, zumal sein Alter passte und er in einer Gegend lebte, in der viele der Taten verübt worden waren. Bei einer Überwachung des 72-Jährigen konnten die Ermittler von einem weggeworfenen Objekt eine DNA-Probe des Verdächtigen sichern und mit der alten Spur vergleichen.

Die Übereinstimmung der DNA-Profile wurde am Montagabend bestätigt - am Dienstag schlug die Polizei dann zu und nahm den mutmaßlichen "Golden State Killer" fest. Er soll zwischen 1976 und 1986 in Kalifornien mindestens zwölf Morde verübt und mehr als 50 Frauen vergewaltigt haben. Die Taten wurden fast alle rund um Sacramento verübt, einige auch in der Region der Bucht von San Francisco.

Internetseiten wie Ancestry oder Genealogy ermöglichen Neugierigen, über Erbgut-Vergleiche Informationen über ihren Stammbaum zu erlangen.


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