27.04.2018, 08:29 Uhr

Berlin (AFP) Bundesregierung hofft auf Freilandverbot von Neonikotinoide in Brüssel

Honigbiene an einer Kirschblüte. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Patrick Pleul (Foto: dpa/AFP/Archiv/Patrick Pleul)Honigbiene an einer Kirschblüte. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Patrick Pleul (Foto: dpa/AFP/Archiv/Patrick Pleul)

Klöckner: "Was der Biene schadet, muss weg vom Markt"

Die Bundesregierung sieht gute Chancen für ein Freilandverbot mehrerer bienenschädlicher Insektengifte am Freitag in Brüssel. Das Insektensterben sei "wirklich dramatisch", sagte Schulze im ZDF-"Morgenmagazin". Deswegen hoffe sie, dass das von der EU-Kommission geforderte Verbot von drei bienenschädlichen Insektiziden in freier Natur eine Mehrheit bekomme. "Dann ist binnen drei Monaten Schluss mit Neonikotinoiden."

Regierungsvertreter der EU-Mitgliedstaaten stimmen gegen Mittag über eine weitere Einschränkung des Einsatzes der bienenschädlichen Neonikotinoide ab. Die Kommission fordert, den Freilandeinsatz von drei Stoffen dieser Insektizide vollständig zu verbieten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Schädlichkeit der Stoffe für Wild- und Honigbienen bestätigt.

Deutschland werde mit einer "klaren Haltung abstimmen" und dem Vorschlag der Kommission folgen, sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) im Bayerischen Rundfunk. "Ich sagte ganz klar: Das, was der Biene schadet, muss weg vom Markt, denn Bienen sind systemrelevant."

Sollte es zu einem Verbot kommen, blieben der Einsatz anderer Neonikotinoide und der Einsatz im Gewächshaus weiterhin erlaubt. Umweltschützer fordern ein vollständiges Verbot von Neonikotinoiden.

Klöckner sagte dazu im Bayerischen Rundfunk, über das Verbot weiterer Pestizide wolle sie nur auf "wissenschaftlicher Grundlage" diskutieren. Gebraucht würden auch Erntesicherheit und Nahrungsmittelsicherheit. "Und dazu brauchen wir auch die Bekämpfung von Schädlingen."


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