24.04.2018, 10:03 Uhr

San Francisco (AFP) Werbeeinnahmen treiben Gewinn der Google-Mutter Alphabet in die Höhe

Google-Mutter Alphabet legt Quartalszahlen vor. Quelle: AFP/Archiv/NICOLAS ASFOURI (Foto: AFP/Archiv/NICOLAS ASFOURI)Google-Mutter Alphabet legt Quartalszahlen vor. Quelle: AFP/Archiv/NICOLAS ASFOURI (Foto: AFP/Archiv/NICOLAS ASFOURI)

Quartalsergebnis übertrifft Erwartungen der Analysten

Angetrieben durch kräftige Werbeeinnahmen hat der Google-Mutterkonzern Alphabet im ersten Quartal ein deutliches Gewinnplus eingefahren. Das Unternehmen verdiente unterm Strich 9,4 Milliarden Dollar (rund 7,7 Milliarden Euro), das war ein Anstieg von über 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Umsätze der ersten drei Monate des Jahres kletterten um 26 Prozent auf 31,1 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse lagen über den Erwartungen der Analysten.

Die Einnahmen aus dem Bereich der digitalen Anzeigen machten allein 26,6 Milliarden Dollar des Umsatzes aus. Andere Bereiche, darunter das auf die Entwicklung selbstfahrender Autos spezialisierte Google-Schwesterunternehmen Waymo, trugen 150 Millionen Dollar zum Umsatz bei, auch das war ein Anstieg. Im nachbörslichen Handel legten die Aktien des Konzerns nach Bekanntgabe der Zahlen leicht zu.

Das gute Gewinnergebnis wurde auch durch einen Sondereffekt wegen Änderungen bei der Buchhaltung erzielt. Alphabet-Finanzchefin Ruth Porat sprach trotzdem von einem "starken Wachstum", das den Konzern dazu bringe, die vor ihm liegenden Herausforderungen mit Zuversicht anzupacken. Das Unternehmen wolle weiterhin in Unterwasserkabel, künstliche Intelligenz und Datencenter investieren und zugleich seine Smartphone-Sparte ausbauen.

Google-Chef Sundar Pichai erklärte, bei der Entwicklerkonferenz im Silicon Valley im kommenden Monat über die nahe Zukunft seines Unternehmens zu sprechen. Er sprach zudem von "besonders harten Wochen für die Google-Familie", die hinter ihnen lägen. Damit nahm er Bezug auf den Schusswaffenangriff in der Zentrale des Tochterunternehmens YouTube. Anfang April hatte dort eine von Hass auf die Plattform getriebene Frau um sich geschossen und mehrere Menschen verletzt, bevor sie sich selbst tötete.

Die sprudelnden Werbeeinnahmen zeigten, dass Alphabet offenbar von der derzeitigen Diskussion über den Schutz persönlicher Daten, der den Facebook-Konzern erfasst hat, weitgehend verschont wurde. Google erklärte dazu, bereits seit 18 Monaten an der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung zu arbeiten, die am 25. Mai in Kraft tritt. Sie macht Internet-Firmen europaweit gültige Vorgaben für die Speicherung und den Schutz von Daten - und macht es Nutzern leichter, gegen Missbrauch vorzugehen.


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