22.04.2018, 08:15 Uhr

Berlin (AFP) SPD in Sonntagsfrage weiter bei 18 Prozent

Parteitagsvorbereitungen in Wiesbaden. Quelle: dpa/AFP/Bernd Von Jutrczenka (Foto: dpa/AFP/Bernd Von Jutrczenka)Parteitagsvorbereitungen in Wiesbaden. Quelle: dpa/AFP/Bernd Von Jutrczenka (Foto: dpa/AFP/Bernd Von Jutrczenka)

Union stabil bei 33 Prozent - AfD verliert leicht

Die SPD startet mit weiterhin schwachen Umfragewerten in ihren Wiesbadener Wahlparteitag: Im wöchentlichen Sonntagstrend des Instituts Emnid für die "Bild am Sonntag" erreichten die Sozialdemokraten erneut lediglich 18 Prozent - im Osten sogar nur 13 Prozent. CDU und CSU lagen unverändert bei 33 Prozent, die AfD verlor gegenüber der Vorwoche einen Punkt und fiel auf 13 Prozent.

Die Grünen konnten dagegen um einen Punkt zulegen und erreichten zwölf Prozent. Die Linke blieb stabil bei elf Prozent, und auch der FDP-Wert blieb unverändert bei neun Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfielen vier Prozent. Für die repräsentative Erhebung wurden vom 12. bis zum 18. April 2437 Wahlberechtigte befragt.

In Wiesbaden will sich die Chefin der SPD-Bundestagsfraktion, Andrea Nahles, zur Parteivorsitzenden wählen lassen. Gegen sie tritt die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange an. Die Parteispitze steht aber hinter Nahles, weshalb ihre Wahl als sicher gilt. Mit Spannung wird jedoch erwartet, welches Ergebnis Nahles nach den Personalquerelen der vergangenen Wochen erzielt.

Laut der Emnid-Umfrage glauben nur 24 Prozent der Deutschen, dass Nahles die SPD wieder zum Erfolg führen kann. 55 Prozent gehen demnach nicht davon aus, dass sie die Partei wieder erfolgreicher machen kann, 21 Prozent waren unsicher oder machten keine Angabe. Diese Werte sind schlechter als Anfang Februar. Damals glaubten noch 33 Prozent der Befragten an Nahles' Erfolg.

Auch grundsätzlich sehen die Deutschen die Lage der SPD skeptisch: Nur 26 Prozent glauben, dass die Partei in absehbarer Zeit wieder den Bundeskanzler stellen wird. 60 Prozent glauben das nicht. 14 Prozent waren unsicher oder machten keine Angabe.

Lediglich 27 Prozent sehen in der SPD von heute noch eine Arbeiterpartei, selbst unter den SPD-Anhängern sind es nur 51 Prozent. Insgesamt lehnen 64 Prozent diese Bezeichnung ab. Zehn Prozent waren unsicher oder machten keine Angabe.

Allerdings sagen 67 Prozent der Befragten, dass es gut für Deutschland wäre, wenn die SPD wieder zu alter Stärke zurückfinden könnte. Nur 20 Prozent sehen das anders. 13 Prozent waren unsicher oder machten keine Angabe.


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