17.04.2018, 23:22 Uhr

New York (AFP) Syrischer UN-Botschafter: OPCW-Experten haben Arbeit in Duma noch nicht begonnen

Duma bei Damaskus. Quelle: AFP/STRINGER (Foto: AFP/STRINGER)Duma bei Damaskus. Quelle: AFP/STRINGER (Foto: AFP/STRINGER)

Dschaafari verweist auf grünes Licht durch UN-Sicherheitsteam

Die Experten der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) haben nach Angaben des syrischen UN-Botschafters noch nicht mit ihrer Arbeit in Duma begonnen. Die Fachleute warteten noch auf grünes Licht eines UN-Sicherheitsteams, bevor sie mit ihren Untersuchungen beginnen könnten, sagte Botschafter Baschar Dschaafari am Dienstag in New York. Das Sicherheitsteam sei zuvor in Duma eingetroffen, um zu prüfen, ob die OPCW-Experten dort am Mittwoch ihre Arbeit aufnehmen könnten.

"Die syrische Regierung tut alles, was sie kann, um die Arbeit dieser Mission zu ermöglichen", sagte Dschaafari mit Blick auf die OPCW-Untersuchung. Es liege aber in der Hand der UNO und der OPCW, auf Grundlage von Sicherheitsfragen zu entscheiden, ob die Experten ihre Arbeit in Duma aufnehmen könnten.

Die syrischen Staatsmedien hatten zuvor berichtet, die OPCW-Experten seien bereits am Dienstag in Duma eingetroffen. Eigentlich war das Eintreffen der Experten für Mittwoch angesetzt worden.

Die Experten wollen in der einstigen Rebellenbastion den Ort untersuchen, an dem die syrischen Regierungstruppen nach westlichen Angaben am 7. April beim Einsatz von Chemiewaffen zahlreiche Menschen töteten.

Die syrische Regierung hatte sich unter internationalem Druck bereit erklärt, dass OPCW-Experten den Ort des mutmaßlichen Giftgasangriffs untersuchen. Die USA, Frankreich und Großbritannien flogen in den Nacht zum Samstag Luftangriffe auf drei syrische Chemiewaffeneinrichtungen.

Die OPCW-Experten trafen am Samstag in Damaskus ein, warteten jedoch seitdem auf die Genehmigung zum Besuch von Duma. Die USA und Frankreich verdächtigen die syrische und russische Seite, zwischenzeitlich alle Beweise vor Ort beseitigt zu haben.


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