14.04.2018, 00:42 Uhr

New York (AFP) Durchsuchungen bei Trump-Anwalt Cohen wegen dessen Geschäftsgebaren

Cohen ist ein enger Vetrauter von US-Präsident Trump. Quelle: AFP/Archiv/Bryan R. Smith (Foto: AFP/Archiv/Bryan R. Smith)Cohen ist ein enger Vetrauter von US-Präsident Trump. Quelle: AFP/Archiv/Bryan R. Smith (Foto: AFP/Archiv/Bryan R. Smith)

Ermittler überwachen seit Monaten E-Mails des Vertrauten des US-Präsidenten

Die Ermittlungen der US-Justiz gegen den Anwalt von US-Präsident Donald Trump sollen hauptsächlich auf das Geschäftsgebaren von Michael Cohen abzielen. In einem am Freitag bekannt gewordenen Dokument teilt der stellvertretende Bundesanwalt von Manhattan, Robert Khuzami, mit, mehrere E-Mail-Accounts von Cohen würden seit längerem überwacht. Obwohl Cohen Anwalt sei, habe er mehrere Einkommensquellen. Wegen Verstößen in diesem Zusammenhang werde gegen ihn ermittelt.

Cohen hatte die bei einem New Yorker Gericht eingereichte Stellungnahme selbst provoziert, weil er verlangt hatte, einiges von dem bei ihm beschlagnahmten Material unter Verschluss zu halten. Die US-Bundespolizei FBI hatte am Montag unter anderem das Büro und die Wohnung Cohens durchsucht. Trump reagierte mit einem Wutausbruch vor laufenden Kameras: Er sprach von einem "Angriff auf unser Land" und warf den Ermittlern politische Motive vor.

Laut "Washington Post" wird gegen Cohen wegen mutmaßlichen Bankbetrugs und Verstößen gegen die Regeln zur Wahlkampffinanzierung ermittelt. Aus dem nun bekannt gewordenen Dokument geht hervor, dass Cohen als Anwalt wohl nur einen Mandanten hat - Trump. Cohen selbst spricht von "zahlreichen Klienten".

Die Durchsuchungsbefehle gegen Cohen bezogen sich nach Informationen der "New York Times" auf "mehrere Themen", darunter die Pornodarstellerin Stormy Daniels. Es seien unter anderem Dokumente zu Geldzahlungen an die Schauspielerin beschlagnahmt worden, die ins Feld führt, im Jahr 2006 eine Affäre mit Trump gehabt zu haben.

Cohen hat zugegeben, der Pornodarstellerin wenige Tage vor der Präsidentenwahl 130.000 Dollar (nach heutigem Wert 105.000 Euro) gezahlt zu haben - angeblich aus eigener Tasche und ohne Trumps Wissen.


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