13.04.2018, 13:30 Uhr

Hamburg (AFP) Ermittler: Messerstecher von Hamburg handelte offenbar "aus Wut und Rache"

Rettungskräfte beim Einsatz nach der Tat. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Tnn (Foto: dpa/AFP/Archiv/Tnn)Rettungskräfte beim Einsatz nach der Tat. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Tnn (Foto: dpa/AFP/Archiv/Tnn)

Hintergrund von Bluttat im Bahnhof Jungfernstieg war offenbar Sorgerechtsstreit

Der tödliche Messerangriff auf eine Mutter und ihr einjähriges Kind in einem Hamburger Bahnhof ist nach Einschätzung der Ermittler ein Racheakt des tatverdächtigen Vaters gewesen. Nach ersten Erkenntnissen habe der 33-Jährige die Bluttat "aus Wut und Rache" über einen verlorenen Sorgerechtsstreit begangen, sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft am Freitag. Der Vater wurde demnach am Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt.

Die Entscheidung des Richters über den Erlass eines Haftbefehls stand zunächst noch aus. Den Angaben zufolge hatte im Vorfeld der Tat ein Gericht in dem Rechtsstreit um das Sorgerecht für das einjährige Kind gegen den Vater entschieden. Der Mann hatte am Donnerstag im belebten U- und S-Bahnhof Jungfernstieg mitten in Hamburgs Innenstadt seine 34-jährige Exfrau und seine einjährige Tochter getötet.

Anschließend wählte der 33-Jährige selbst den Notruf und wurde festgenommen. Das Kind starb unmittelbar nach der Tat auf einem Bahnsteig. Die Exfrau und Mutter überlebte zunächst lebensgefährlich verletzt, starb jedoch im Krankenhaus.


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