10.04.2018, 21:58 Uhr

Washington (AFP) Weißes Haus heizt Spekulationen über Entlassung von Sonderermittler Mueller an

Trump (l.) und Mueller. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)Trump (l.) und Mueller. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)

Sprecherin: Trump ist zu Entlassung ermächtigt

Im Zusammenhang mit der Russland-Affäre hat das Weiße Haus die Spekulationen über eine mögliche Entlassung von Sonderermittler Robert Mueller angeheizt. Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders, sagte am Dienstag vor Journalisten in Washington, Trump habe das Recht, Mueller zu feuern. "Wir wurden darüber informiert, dass der Präsident selbstverständlich ermächtigt ist, diese Entscheidung zu treffen", sagte Sanders auf die Frage, ob Mueller entlassen werden könnte.

Die Ermittlungen Muellers zu mutmaßlichen Einmischungen Russlands in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 sind Trump ein Dorn im Auge. Trump wirft Muellers Team politische Motive vor. Vor einer Entlassung des über die Parteigrenzen hinweg respektierten Mueller schreckte er bislang zurück.

Am Montag empörte er sich jedoch in einem regelrechten Wutausbruch erneut über eine angebliche "Hexenjagd". Anlass für seinen Ausbruch vor laufenden Kameras waren Durchsuchungen der Büroräume seines Anwalts Michael Cohen durch die Bundespolizei FBI. Sanders' Aussage dürfte nun den Spekulationen über einen Rauswurf des Sonderermittlers neue Nahrung geben.

Mueller untersucht die mutmaßlichen russischen Interventionen zugunsten Trumps im Wahlkampf 2016 und mögliche illegale Absprachen des Trump-Teams mit Moskau über diese Einmischungen. Ob die Razzia in direktem Zusammenhang mit der Russland-Affäre stand, war unklar.


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