09.04.2018, 00:23 Uhr

Paris (AFP) Macron verurteilt mutmaßlichen Chemiewaffenangriff in Syrien

Emmanuel Macron. Quelle: AFP/Archiv/ (Foto: AFP/Archiv/)Emmanuel Macron. Quelle: AFP/Archiv/ (Foto: AFP/Archiv/)

Frankreichs Präsident telefoniert mit Trump

Nach Berichten über einen Chlorgaseinsatz in der syrischen Rebellenhochburg Duma hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff verurteilt. Macron verurteile "die Chemiewaffenangriffe gegen die Bevölkerung von Duma" auf das Schärfste, teilte der Elysée-Palast nach eine Telefonat von Macron mit US-Präsident Donald Trump am Sonntag mit.

Beide Präsidenten hätten Informationen ausgetauscht. Ihre Analysen bestätigten den Einsatz von Chemiewaffen. Macron und Trump wollten sich bei ihrem Vorgehen im UN-Sicherheitsrat abstimmen und binnen 48 Stunden erneut miteinander sprechen.

Frankreich hat wegen des mutmaßlichen Chemiewaffenangriffs auf Duma für Montag eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats beantragt. Diese soll um 17.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MESZ) stattfinden. Auch Russland beantragte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, bei der es nach russischen Angaben um die "Bedrohungen für den Frieden und die Sicherheit in der Welt" gehen solle. Die von Russland initiierte Sitzung soll um 15.00 Uhr Ortszeit beginnen.

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian hatte zuvor bereits erklärt, Frankreich werde angesichts des mutmaßlichen Giftgasangriffs "seine Pflicht tun". In der Vergangenheit hatte Paris mehrfach gewarnt, ein weiterer Einsatz von Chemiewaffen in Syrien sei eine "rote Linie", auf die Frankreich mit einem Militäreinsatz antworten könne. Trump warnte am Sonntag, die Verantwortlichen müssten einen "hohen Preis" dafür bezahlen.


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