08.04.2018, 13:15 Uhr

Damaskus (AFP) Syriens Regierung verkündet Einigung auf Evakuierung von Duma

Rauchwolken über Duma. Quelle: AFP/STRINGER (Foto: AFP/STRINGER)Rauchwolken über Duma. Quelle: AFP/STRINGER (Foto: AFP/STRINGER)

Rebellen sollen nach Nordsyrien gebracht werden

Die syrische Regierung hat sich nach eigenen Angaben mit der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam auf eine Evakuierung der Rebellenhochburg Duma geeinigt. Sämtliche verbliebenen Rebellenkämpfer sollten die vor den Toren von Damaskus gelegene Stadt binnen 48 Stunden verlassen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Sonntag.

Der Einigung zufolge sollen die Kämpfer von Dschaisch al-Islam von Duma in die Rebellenhochburg Dscharablus im Norden des Landes gebracht werden. Im Gegenzug für ihren freien Abzug aus Duma sollten die Rebellen mehrere Geiseln freilassen. Laut Sana fuhren am Sonntagnachmittag dutzende Busse in die Stadt, mit denen die Kämpfer fortgebracht werden sollten.

Bereits vor mehreren Tagen hatte es Pläne zum Abzug von Dschaisch al-Islam aus Duma gegeben, die jedoch scheiterten. Am Freitag und Samstag hatten syrische und russische Kampfflugzeuge die Stadt dann erneut intensiv bombardiert. Nach Berichten von Rettungskräften wurde dabei auch Chlorgas eingesetzt, dutzende Menschen wurden nach Angaben von Aktivisten getötet. Die syrische und die russische Regierung bestritten jeglichen Giftgaseinsatz.

Duma ist das letzte Gebiet in der Region Ost-Ghuta, das bislang noch in der Hand der Aufständischen ist. Die Regierungsarmee hatte vor mehreren Wochen mit einer Offensive zur Eroberung Ost-Ghutas begonnen.


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