29.03.2018, 09:55 Uhr

Frankfurt/Main (AFP) Deutsche-Bank-Aktie erholt sich leicht nach Äußerungen von Konzernchef Cryan

Deutsche-Bank-Chef Cryan. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert)Deutsche-Bank-Chef Cryan. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert)

Chef war am Mittwochabend Gerüchten über Ablösung entgegen getreten

Nach der Zurückweisung der Gerüchte über eine mögliche Ablösung des Deutsche-Bank-Chefs John Cryan hat sich die Aktie des größten deutschen Finzanzinstituts etwas erholt. Der Kurs legte am Donnerstagmorgen an der Frankfurter Börse um 0,36 Prozent auf 11,24 Euro zu. Erst kürzlich hatte das Papier ein Jahrestief von 11,19 Euro verzeichnet.

Cryan hatte am Mittwochabend in einer Erklärung an die Mitarbeiter der Bank versichert, "dass ich mich weiterhin mit all meiner Kraft für die Bank einsetze und gemeinsam mit Ihnen den Weg weiter gehen möchte, den wir vor rund drei Jahren angetreten haben". "Leider" gehe es derzeit "rund um unsere Bank alles andere als ruhig zu", schrieb Cryan. Er wisse um die Sorgen vieler, dass kursierende Gerüchte nicht gut für die Bank seien.

Jedoch liege die Bank "gut auf Kurs" und dürfe sich "nicht aus der Bahn werfen lassen", erklärte Cryan weiter. Er reagierte damit auf Gerüchte um seine Ablösung. Die britische Zeitung "Times" und das "Wall Street Journal" hatten kürzlich berichtet, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Paul Achleitner einen geeigneten Nachfolger für den Briten sucht. Cryan, der 2015 den Chefsessel übernommen hatte, hat eigentlich einen Vertrag bis Mai 2020.

Cryan leitete in der Deutschen Bank eine massive Umstrukturierung ein, deren jüngster Schritt der Börsengang der hauseigenen Vermögensverwaltung DWS war. Außerdem hatte er zahlreiche internationale Rechtsstreitigkeiten geerbt, die zu Milliardenstrafen und Kompensationszahlungen führten. In den vergangenen drei Jahren hatte die Bank nur Verluste geschrieben.


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