29.03.2018, 05:51 Uhr

Seoul (AFP) Vertreter Nord- und Südkoreas bereiten bei Gesprächen Gipfeltreffen vor

Südkoreas Wiedervereinigungsminister Cho Myoung Gyon (Mitte) in Panmunjom. Quelle: KOREA POOL/AFP/- (Foto: KOREA POOL/AFP/-)Südkoreas Wiedervereinigungsminister Cho Myoung Gyon (Mitte) in Panmunjom. Quelle: KOREA POOL/AFP/- (Foto: KOREA POOL/AFP/-)

Delegationen im Grenzort Panmunjom zusammengekommen

Hochrangige Vertreter Süd- und Nordkoreas sind am Donnerstag zur Vorbereitung des für Ende April geplanten Gipfeltreffens beider Länder zusammengekommen. Bei den Gesprächen im Grenzort Panmunjom sollte es vor allem um den genauen Zeitplan des Treffens von Südkoreas Präsident Moon Jae In mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un gehen, wie der südkoreanische Delegationsleiter, Wiedervereinigungsminister Cho Myoung Gyon, sagte. Er kündigte "gute Gespräche" mit dem Norden über ein "erfolgreiches" Gipfeltreffen an.

Auch der Leiter der nordkoreanischen Delegation, Ri Son Gwon, sagte zu Beginn des Treffens im sogenannten Vereinigungs-Pavillon, bei den Gesprächen solle das Gipfeltreffen vorbereitet werden. Bislang hatten offizielle Vertreter Nordkoreas oder die Staatsmedien des abgeschotteten Landes die Pläne noch nicht öffentlich bestätigt. In den vergangenen 80 Tagen habe es bereits mehrere bislang einmalige Ereignisse in den Beziehungen beider Länder gegeben, fügte der Leiter des nordkoreanischen Komitees für die friedliche Wiedervereinigung des Landes hinzu.

Die beiden koreanischen Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten angenähert. Anlass waren die Olympischen Winterspiele im Februar im südkoreanischen Pyeongchang, die Nordkorea für eine Charmeoffensive nutzte. Zur Eröffnungsfeier schickte Machthaber Kim seine Schwester Kim Yo Jong, die eine Einladung an den südkoreanischen Staatschef Moon für ein Gipfeltreffen überbrachte.

Bis Ende Mai soll dann auch ein Treffen Kims mit US-Präsident Donald Trump stattfinden. Beide hatten sich dazu bereit erklärt, Zeitpunkt und Ort des Gipfels sind aber noch unklar.

In den vergangenen Tagen hatte sich Nordkoreas Machthaber bei einem Besuch in Peking die Rückendeckung seines wichtigsten Verbündeten für die geplanten Gipfeltreffen geholt. Kim hielt sich von Sonntag bis Mittwoch in China auf und führte dort Gespräche mit Staatschef Xi Jinping. Wie die Staatsmedien beider Länder berichteten, bekannte er sich dabei unter bestimmten Voraussetzungen zu einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel.

Es waren Kims erste Auslandsreise und sein erstes Treffen mit Xi, seit er im Jahr 2011 die Macht in Nordkorea übernommen hat. Am Donnerstag wird Chinas Staatsrat für außenpolitische Fragen, Yang Jiechi, in Seoul erwartet, um Präsident Moon über die Gespräche mit Kim zu informieren.


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