23.03.2018, 07:56 Uhr

Düsseldorf (AFP) Barley sieht nach Facebook-Datenskandal Regelungsbedarf

Barley sieht nach Facebook-Datenskandal Regelungsbedarf. Quelle: AFP/Archiv/NORBERTO DUARTE (Foto: AFP/Archiv/NORBERTO DUARTE                 )Barley sieht nach Facebook-Datenskandal Regelungsbedarf. Quelle: AFP/Archiv/NORBERTO DUARTE (Foto: AFP/Archiv/NORBERTO DUARTE )

Justizministerin will mehr Transparenz bei Algorithmen

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat nach dem Datenskandal bei Facebook Konsequenzen angekündigt. Beim Einsatz von Algorithmen gebe es Regelungsbedarf, sagte Barley dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). "Ja, wir wollen Algorithmen transparenter machen. Es muss klarer erkennbar sein, nach welchen Programmcodes Unternehmen wirklich vorgehen." Dies gelte vor allem im Hinblick auf "unzulässige Diskriminierung und Betrug" von Verbrauchern.

Den Ursprung des Skandals sieht die Justizministerin im Geschäftsmodell von Facebook. Es sei kein Datenleck gewesen. "Facebook hat die Türen zu seinem System selbst geöffnet", sagte die Ministerin. "Es ist das Geschäftsmodell von Facebook, seine Nutzer bis ins Kleinste auszuforschen und jeden Klick zu analysieren, um Werbeumsätze zu maximieren."

Facebook steht massiv in der Kritik, weil im US-Wahlkampf die britische Firma Cambridge Analytica für US-Präsident Donald Trump laut Medienberichten die Profildaten von 50 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Einverständnis gesammelt haben soll.

Barley wird am Freitag im Bundestag sprechen, es wird erwartet, dass sie sie sich dort auch zum Facebook-Skandal äußert.


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