23.03.2018, 07:44 Uhr

Berlin (AFP) Kubicki erntet für Forderung nach Lockerung der Russland-Sanktionen Kritik aus FDP

Wolfgang Kubick. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Kay Nietfeld (Foto: dpa/AFP/Archiv/Kay Nietfeld)Wolfgang Kubick. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Kay Nietfeld (Foto: dpa/AFP/Archiv/Kay Nietfeld)

Lambsdorff: "Wir sind für die Stärke des Rechts, nicht das Recht des Stärkeren"

Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki bekommt für seine Forderung nach Abbau der Russland-Sanktionen zunehmend Gegenwind aus den eigenen Reihen. "Ganz klar: Kubicki spricht nicht für die FDP", sagte der FDP-Außenpolitikexperte Alexander Graf Lambsdorff der "Bild"-Zeitung vom Freitag. "Wir sind für die Stärke des Rechts, nicht das Recht des Stärkeren."

Er sei der Auffassung, dass die Sanktionen nicht beenden werden sollten, solange Russland seine Außenpolitik nicht ändere, sagte auch der außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Bijan Djir-Sarai dem Blatt. "Das hat auch der Bundesvorstand der FDP im Januar so beschlossen."

Kubicki hatte sich zuletzt mehrfach dafür ausgesprochen, die Sanktionen gegen Russland zu lockern. "Wir müssen aus der Situation der Sprachlosigkeit herauskommen", sagte Kubicki in dieser Woche der Nachrichtenagentur AFP. Die Bundesregierung solle versuchen, rasch wieder auf allen Ebenen Gespräche mit Russland zu führen.

"Auch bei den Sanktionen müssen wir den ersten Schritt machen." Die Strafmaßnahmen gegen Russland müssten ohne eine Vorleistung der Regierung in Moskau gelockert werden, forderte Kubicki.


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