21.03.2018, 11:25 Uhr

Washington (AFP) Mutmaßlicher Paketbomber von Austin ist tot

Der mutmaßlich letzte Tatort des Bombers
. Quelle: AFP/SUZANNE CORDEIRO (Foto: AFP/SUZANNE CORDEIRO)Der mutmaßlich letzte Tatort des Bombers . Quelle: AFP/SUZANNE CORDEIRO (Foto: AFP/SUZANNE CORDEIRO)

Mann sprengte sich vor seiner Festnahme in die Luft

Verfolgt von der Polizei hat sich der mutmaßliche Paketbomber von Austin am Mittwoch selbst in die Luft gesprengt. Der 24-jährige Mann habe den Sprengsatz am Morgen in seinem Auto gezündet, als die Fahnder ihn festnehmen wollten, teilte die Polizei mit. Seit Anfang März waren in Austin, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Texas, mehrere Sprengsätze explodiert; zwei Menschen wurden getötet und mehrere weitere verletzt.

"Der Verdächtige ist tot", sagte der Polizeichef von Austin, Brian Manley. Es handele sich um einen 24-jährigen Weißen, der vermutlich für alle fünf Explosionen der vergangenen Wochen verantwortlich sei.

Bei den beiden Todesopfern der Explosionsserie handelt es sich um einen 17-jährigen und einen 39-jährigen Schwarzen; auch eine 75-jährige Frau hispanischer Abstammung wurde lebensgefährlich verletzt.

Die Polizei vermutete zunächst ein rassistisches Motiv des Täters. Da aber auch Weiße unter den Opfern waren, wurde auch nicht ausgeschlossen, dass der Mann seine Ziele zufällig auswählte.

Manley sagte, über die Motive des 24-Jährigen sei nichts bekannt. Auch wisse er nicht, ob der Mann allein handelte oder Komplizen hatte. Nach der Sichtung von Videoaufnahmen und Aussagen von Zeugen sei er als tatverdächtig identifiziert und in den vergangenen 36 Stunden beschattet worden.

Die Polizei sei ihm bis zu einem Hotel außerhalb von Austin gefolgt. Als er wegfahren wollte, sei der Zugriff erfolgt, sagte Manley. Dann habe sich der Mann in die Luft gesprengt. Der Sender KEYE veröffentlichte Fotos, die den Verdächtigen zeigen sollen, wie er ein verdächtiges Paket ablegt. Darauf trug er eine blaue Baseball-Kappe, Handschuhe und womöglich eine Perücke.


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