21.03.2018, 09:01 Uhr

Paris (AFP) Zweiter Tag in Polizeigewahrsam für Frankreichs Ex-Staatschef Sarkozy

Zweiter Tag in Polizeigewahsam für Sarkozy. Quelle: AFP/Archiv/Jean-François Monier (Foto: AFP/Archiv/Jean-François Monier)Zweiter Tag in Polizeigewahsam für Sarkozy. Quelle: AFP/Archiv/Jean-François Monier (Foto: AFP/Archiv/Jean-François Monier)

Befragung zu illegalen Wahlkampfspenden aus Libyen fortgesetzt

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy befindet sich weiterhin in Polizeigewahrsam. Die Befragung in der Affäre um illegale Wahlkampfspenden aus Libyen werde am Mittwoch fortgesetzt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen. Der frühere Staatschef traf gegen 08.00 Uhr in der Dienststelle der Anti-Korruptions-Ermittler in Nanterre westlich von Paris ein, wo er bereits am Dienstag vernommen worden war. Gegen Mitternacht hatte er das Polizeigebäude verlassen.

Sarkozy war am Dienstagmorgen in Gewahrsam genommen worden. Sein ehemaliger Innenminister Brice Hortefeux wurde am Dienstag ebenfalls bis in die Nacht befragt. Er verließ das Polizeigelände in Nanterre gegen 23.30 Uhr. Im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärte er anschließend, seine Aussagen "sollten es erlauben, eine Folge von Irrtümern und Lügen zu beenden". Sein Anwalt bestätigte das Ende der Anhörung.

Die Anwälte von Sarkozy waren hingegen nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Ex-Staatschef kann bis zu 48 Stunden lang in Polizeigewahrsam gehalten werden. Bis spätestens Donnerstagmorgen muss er also einem Richter vorgeführt oder freigelassen werden.

Konkret geht es um den Verdacht, der frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi habe 2007 Sarkozys erfolgreichen Präsidentschaftswahlkampf mitfinanziert. Dabei sollen bis zu 50 Millionen Euro geflossen sein. Es ist das erste Mal, dass der frühere Staatschef zu den Vorwürfen befragt wird. Untersuchungsrichter gehen dem Verdacht bereits seit April 2013 nach.


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