20.03.2018, 06:57 Uhr

Peking (AFP) China ruft USA im Handelsstreit zur "Vernunft" auf

Chinas Regierungschef Li Keqiang . Quelle: AFP/GREG BAKER (Foto: AFP/GREG BAKER)Chinas Regierungschef Li Keqiang . Quelle: AFP/GREG BAKER (Foto: AFP/GREG BAKER)

Regierungschef Li verspricht Schutz geistigen Eigentums ausländischer Firmen

Chinas Regierungschef Li Keqiang hat die USA im Handelsstreit zur Zurückhaltung aufgerufen. "Wir hoffen, dass beide Seiten Vernunft walten lassen, nicht emotional handeln und einen Handelskrieg vermeiden", sagte Li am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking. Aus einem Handelskrieg werde "niemand als Gewinner hervorgehen".

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump fasst neben den generellen Strafzöllen auf Stahl und Aluminium gezielte Einfuhrtarife für chinesische Produkte ins Auge, um Peking für den mutmaßlichen Diebstahl geistigen Eigentums zu bestrafen.

Li sagte, seine Regierung werde das geistige Eigentum ausländischer Unternehmen "streng schützen". Chinas Wirtschaft werde sich weiter für ausländische Firmen öffnen und insbesondere den Zugang zum Gesundheits-, Bildungs- und Finanzsektor erleichtern.

Li war am Sonntag vom Nationale Volkskongress als Ministerpräsident wiedergewählt worden. Bereits bei seinem Amtsantritt vor fünf Jahren hatte er eine "faire Behandlung" ausländischer Unternehmen versprochen sowie strukturelle Reformen zugunsten privater Unternehmen. Europäische Länder und die USA beklagen sich aber bis heute darüber, dass der Eintritt in den chinesischen Markt durch hohe Hürden erschwert werde. Ausländische Firmen müssen sogenannte Joint Ventures mit chinesischen Unternehmen eingehen und mit ihnen ihr technologisches Know-how teilen.


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