17.03.2018, 15:07 Uhr

Hannover (AFP) Bis zu 11.000 demonstrieren in Hannover gegen türkische Offensive auf Afrin

Demonstration in Hannover. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Ole Spata (Foto: dpa/AFP/Archiv/Ole Spata)Demonstration in Hannover. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Ole Spata (Foto: dpa/AFP/Archiv/Ole Spata)

Verbotene PKK-Symbole gezeigt - Polizei nimmt drei Männer in Gewahrsam

Tausende Menschen haben in Hannover gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien demonstriert. Die Teilnehmer protestierten am Samtag gegen das Vorrücken der türkischen Truppen auf die mehrheitlich kurdische Stadt Afrin. In der niedersächsischen Landeshauptstadt waren zwei Demonstrationszüge angemeldet, an denen sich nach Angaben der Polizei bis zu 11.000 Menschen beteiligten.

Die beiden Protestmärsche vereinten sich zu einer gemeinsamen Abschlusskundgebung, an der rund 9000 Demonstranten teilnahmen. Einer der beiden Aufzüge musste mehrfach gestoppt werden, da Teilnehmer verbotene Symbole zeigten und verbotene Parolen skandierten, die einen Bezug zu der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hatten.

Nachdem trotz mehrmaliger Aufforderung Fahnen mit verbotenen Symbolen nicht heruntergenommen wurden, schritten Beamte ein, um diese sicherzustellen. Daraufhin wurden Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei mit Plastikflaschen beworfen und mit Fahnenstangen angegriffen, ohne dass es Verletzte gab.

Im Zuge der Auseinandersetzung nahm die Polizei einen 27-Jährigen für die Dauer der Veranstaltung in Gewahrsam. Im Zusammenhang mit dem Zeigen verbotener Symbole wurden rund um die Proteste zudem zwei 23 und 26 Jahre alte Männer in Gewahrsam genommen.

Auch in anderen deutschen Städten waren am Samstag Demonstrationen geplant. Hintergrund ist das kurdische Neujahrsfest Newroz.


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