16.03.2018, 12:28 Uhr

London (AFP) Stoltenberg will "keinen neuen Kalten Krieg" mit Russland

Nato-Generalsekretär Stoltenberg. Quelle: AFP/Archiv/EMMANUEL DUNAND (Foto: AFP/Archiv/EMMANUEL DUNAND)Nato-Generalsekretär Stoltenberg. Quelle: AFP/Archiv/EMMANUEL DUNAND (Foto: AFP/Archiv/EMMANUEL DUNAND)

Nato-Generalsekretär ruft Moskau nach Giftanschlag zu Kooperation auf

Im Streit um den Giftanschlag auf einen Ex-Agenten hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vor einer Konfrontation mit Russland wie im Kalten Krieg gewarnt. "Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg, wir wollen keinen neuen Rüstungswettlauf", sagte Stoltenberg am Freitag dem britischen Sender BBC. "Russland ist unser Nachbar, deswegen müssen wir uns weiter für verbesserte Beziehungen zu Russland einsetzen."

Russland zu isolieren sei "keine Alternative", sagte Stoltenberg. Moskau müsse aber mit der Nato "kooperieren" und dafür "grundlegende Normen und Regeln des internationalen Verhaltens respektieren".

Der Nato-Generalsekretär bekräftigte erneut, er zweifle nicht an den Schlussfolgerungen der britischen Regierung, die Moskau für den Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter in der Stadt Salisbury verantwortlich gemacht hat. Russland habe in den vergangenen Jahren wiederholt "rücksichtsloses Verhalten" gezeigt, sagte Stoltenberg der BBC.


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