16.03.2018, 08:06 Uhr

Astana (AFP) Russland, Iran und Türkei beraten in Astana über Syrienkonflikt

Zerstörungen in Ost-Ghuta. Quelle: AFP/ABDULMONAM EASSA (Foto: AFP/ABDULMONAM EASSA)Zerstörungen in Ost-Ghuta. Quelle: AFP/ABDULMONAM EASSA (Foto: AFP/ABDULMONAM EASSA)

Aktivisten melden zehn getötete Zivilisten bei neuen Luftangriffen auf Ost-Ghuta

Im kasachischen Astana sind am Freitag die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei zu Beratungen über den Syrienkonflikt zusammengekommen. "Millionen Syrer schauen in Richtung Astana", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow zu Beginn des Treffens.

Vertreter der syrischen Regierung und der Rebellen sind nicht zu dem Treffen eingeladen. Während Moskau und Teheran hinter dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad stehen, unterstützt Ankara syrische Rebellengruppen.

Die drei Staaten hatten im Januar 2017 in Astana ein erstes Treffen mit Vertretern der syrischen Konfliktparteien organisiert. Im Zuge der Verhandlungen in der kasachischen Hauptstadt wurden unter anderem vier sogenannte Deeskalationszonen in Syrien eingerichtet, zu einem Ende der Gewalt führte das aber nicht. Die Friedensgespräche in Astana finden parallel zu Verhandlungen unter UN-Vermittlung in Genf statt.

Bei den Gesprächen am Freitag dürfte es auch um die dramatische humanitäre Lage in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta bei Damaskus gehen, die seit rund einem Monat unter Beschuss durch die Regierungstruppen steht. Seit Beginn der Bombardierungen wurden mehr als 1200 Zivilisten getötet, darunter zahlreiche Kinder.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte am Freitag mit, bei neuen Luftangriffen in der Nacht seien mindestens zehn Zivilisten getötet worden. Die Angriffe seien von russischen Kampfjets geflogen worden. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Angaben von Aktivisten vor Ort. Die Informationen sind von unabhängiger Seite nicht zu überprüfen.


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