16.03.2018, 07:30 Uhr

Berlin (AFP) CSU legt in Umfrage zu - Keine absolute Mehrheit mehr

Markus Söder. Quelle: AFP/Archiv/CHRISTOF STACHE (Foto: AFP/Archiv/CHRISTOF STACHE)Markus Söder. Quelle: AFP/Archiv/CHRISTOF STACHE (Foto: AFP/Archiv/CHRISTOF STACHE)

FDP würde an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern

Mit der Amtsübernahme des neuen bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder steigt seine CSU in der Wählergunst. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" (Freitagsausgabe) kommt die CSU auf 41,4 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als in der Umfrage vom Februar. Damit würde die Partei die absolute Mehrheit verlieren und wäre auf einen Koalitionspartner angewiesen.

Die FDP erreicht in der Umfrage 4,6 Prozent und würde knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Stärkste Oppositionspartei bliebe die SPD mit 14,2 Prozent, vor der AfD mit 12,1 und den Grünen mit 12,0 Prozent. Die Freien Wähler wären der Umfrage zufolge mit 8,4 Prozent sicher im Bayerischen Landtag vertreten, die Linke würde dieses Ziel mit 3,0 Prozent klar verfehlen. Auf die sonstigen Parteien entfielen 4,3 Prozent.

Für die Erhebung wurden die Antworten von 5004 Teilnehmern aus Bayern berücksichtigt. Der Befragungszeitraum war vom 2. bis 15. März. Der statistische Fehler liegt bei plus/minus 2,5 Prozent, die Ergebnisse können also entsprechend von dem tatsächlichen Meinungsbild in der Bevölkerung abweichen.

Der bayerische Landtag kommt am Freitag in München zu einer Sondersitzung zur Wahl eines neuen Ministerpräsidenten zusammen. Angesichts der absoluten Mehrheit der CSU mit 101 von 180 Abgeordneten gilt die Wahl des bisherigen Landesfinanzministers Markus Söder als sicher.

Söder wird dann Horst Seehofer ablösen, der nach den deutlichen Stimmverlusten der CSU bei der Bundestagswahl von der Landtagsfraktion zum Amtsverzicht gedrängt wurde und nun Bundesinnenminister in der neuen Bundesregierung ist. Die CSU-Abgeordneten erhoffen sich mit Söder bessere Chancen, bei der Landtagswahl im Oktober die absolute Mehrheit zu verteidigen.


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