15.03.2018, 13:10 Uhr

Bielefeld (AFP) Nach Fund zweier weiterer Leichen in Hille Obduktionsergebnis erwartet

Das Gehöft in Hille. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Stefanie Dullweber (Foto: dpa/AFP/Archiv/Stefanie Dullweber)Das Gehöft in Hille. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Stefanie Dullweber (Foto: dpa/AFP/Archiv/Stefanie Dullweber)

Zwei Männer aus Umfeld des Tatverdächtigen seit längerem vermisst

Nach dem Fund von zwei weiteren Leichen im Mordfall im ostwestfälischen Hille wird für Donnerstag das Obduktionsergebnis erwartet. Dadurch erhoffen sich die Ermittler auch Klarheit über die Identität der beiden Toten und die Todesursache, wie die Polizei in Bielefeld am Donnerstag mitteilte. Womöglich handelt es sich um zwei 71 und 65 Jahre alte Männer, die seit längerem nicht mehr gesehen wurden.

Nach den Worten einer Polizeisprecherin sollte das vorläufige Obduktionsergebnis bis Donnerstagabend vorliegen, das endgültige dann am Freitag. Erst dann werde es Klarheit über die Toten geben.

Unter dringendem Tatverdacht steht ein 51 Jahre alter Mann, der seit Samstag in Bayern in Untersuchungshaft sitzt. Er war nach dem Fund der Leiche eines als vermisst gemeldeten 30-Jährigen festgenommen worden. Der Tatverdächtige Jörg W. gestand, diesen mit einem Hammer erschlagen zu haben, Erkenntnisse über ein mögliches Motiv gibt es noch nicht.

Die eingesetzte Mordkommission suchte seit Bekanntwerden des Mordfalls nach einem 65-Jährigen, der auf dem Hof des Tatverdächtigen gelebt haben soll und zu dem Angehörige zuletzt im vergangenen Herbst Kontakt hatten. Bei dem ebenfalls vermissten 71-Jährigen handelt es sich um einen Nachbarn des Tatverdächtigen.

Auch bei diesem gab es seit langer Zeit keinen Kontakt mehr zu Angehörigen, die Polizei geht von sechs bis zwölf Monaten aus. Der Mann lebte zurückgezogen, bei beiden Männern lagen keine Vermisstenanzeigen vor.

Die Ermittler fanden am Mittwoch auf dem Grundstück des mutmaßlichen Mörders bei Sucharbeiten zwei Leichen, deren Identität nun geprüft werden soll. Bis Anfang kommender Woche solle der Tatverdächtige aus Bayern in die Justizvollzugsanstalt in Bielefeld überstellt werden, sagte die Polizeisprecherin. Der Mann sei noch nicht mit dem Fund der Leichen auf seinem Grundstück konfrontiert worden.


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