12.03.2018, 14:55 Uhr

Beirut (AFP) Aktivisten: Hunderte Zivilisten fliehen vor türkischer Armee in Syrien

Kurdenproteste gegen türkische Offensive. Quelle: AFP/Delil souleiman (Foto: AFP/Delil souleiman)Kurdenproteste gegen türkische Offensive. Quelle: AFP/Delil souleiman (Foto: AFP/Delil souleiman)

Türkische Soldaten rücken auf Kurdenstadt vor

Angesichts des Vormarschs der türkischen Streitkräfte im Nordwestens Syriens versuchen nach Angaben von Aktivisten hunderte Zivilisten aus der Stadt Afrin zu fliehen. Wie der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, am Montag mitteilte, fanden bereits rund 2000 Zivilisten Zuflucht im Nachbarort Nubul. Hunderte weitere versuchten derzeit, wegen des drohenden Angriffs der türkischen Armee aus Afrin zu fliehen.

Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort. Ihre Angaben sind für Medien kaum zu überprüfen. Am Wochenende waren die türkischen Streitkräfte bis kurz vor die kurdisch kontrollierte Stadt vorgerückt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte erklärt, Afrin und danach Manbidsch, Kobane und weitere Orte würden "von Terroristen gesäubert".

Die Türkei geht seit Januar in der Region Afrin militärisch gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) vor, die sie wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Bedrohung empfindet.


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