09.03.2018, 12:30 Uhr

München (AFP) Merkel sieht US-Strafzölle "mit Sorge" und ruft zum Dialog auf

Merkel (Mitte) in München. Quelle: dpa/AFP/Sven Hoppe (Foto: dpa/AFP/Sven Hoppe)Merkel (Mitte) in München. Quelle: dpa/AFP/Sven Hoppe (Foto: dpa/AFP/Sven Hoppe)

Kanzlerin: Der Gesprächskanal sollte gepflegt werden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium "mit Sorge". Die Bundesregierung unterstütze die EU-Kommission dabei, sich in dem Streit an die Welthandelsorganisation (WTO) zu wenden, aber auch den Dialog zu suchen, sagte Merkel am Freitag in München nach einem Treffen mit Spitzenvertretern der deutschen Wirtschaft. "Ich glaube, dass der Gesprächskanal gepflegt werden sollte."

Zusätzliche Zölle seien "nicht gut", sagte Merkel. Sie hätten nicht nur Einfluss auf die Wirtschaft eines Landes, sondern "zum Schluss ist es nachteilig für alle". Niemand würde in einem solchen Wettlauf gewinnen. "Deshalb suchen wir sehr bewusst nach wie vor das Gespräch."

Trump hatte am Donnerstag mit seiner Unterschrift verfügt, dass in 15 Tagen Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium in Kraft treten sollen. Ausnahmen könnte es nur für Kanada und Mexiko geben. Trump bezeichnete die Zölle als notwendige Maßnahme zum Schutz von Jobs und Unternehmen in den USA. Er sagte zudem, die Zölle sollten die "nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten verteidigen.


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