07.03.2018, 12:12 Uhr

Tuttlingen (AFP) Schlag gegen internationalen illegalen Waffenhandel

Schlag gegen den illegalen Waffenhandel. Quelle: ZB/AFP/Patrick Pleul (Foto: ZB/AFP/Patrick Pleul)Schlag gegen den illegalen Waffenhandel. Quelle: ZB/AFP/Patrick Pleul (Foto: ZB/AFP/Patrick Pleul)

Festnahmen bei Razzien im November vergangenen Jahres

Ermittlern ist ein Schlag gegen den internationalen illegalen Waffenhandel gelungen. Bereits im November vergangenen Jahres gab es im Rahmen der Zusammenarbeit von Behörden aus Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz Durchsuchungen und Festnahmen, wie die Staatsanwaltschaften Stuttgart und Hechingen sowie die Polizei in Tuttlingen am Mittwoch mitteilten. Zwei Männer wurden demnach in Deutschland festgenommen. Die beiden Haftbefehle wurden aber inzwischen gegen Meldeauflagen außer Vollzug gesetzt.

Die Ermittlungen wegen Waffenhandels hatten im Juni 2017 begonnen. Auslöser waren Hinweise aus Frankreich. In Absprache mit den Behörden in Frankreich und Österreich wurden am 9. November acht Wohnungen im Raum Ludwigsburg und Stuttgart sowie in Nürnberg durchsucht.

Dabei wurden ein 61-jähriger Mann und sein 37 Jahre alter Sohn als Hauptverdächtige festgenommen. Die Beamten beschlagnahmten unter anderem elf Pistolen und Revolver, 1500 Schuss Munition, rund 100.000 Euro Bargeld sowie verschiedene Datenträger.

In Österreich wurden am selben Tag drei Verdächtige festgenommen. Bei den Durchsuchungen im Nachbarland fanden die Ermittler in Vorarlberg 26 Faustfeuerwaffen, sechs Langwaffen und mehr als 200 Kilogramm Munition sowie in Niederösterreich mehr als 120 Lang- und Faustfeuerwaffen, hundert Stichwaffen und Munition.

Es fanden sich den Ermittlern zufolge keine Hinweise darauf, dass die in Deutschland und Österreich beschlagnahmten Waffen für Straftaten eingesetzt wurden. Die Ermittlungen dauern allerdings noch an.


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