07.03.2018, 09:16 Uhr

Wiesbaden (AFP) Mehr Frauen können für ihren Lebensunterhalt sorgen

Eine Frau arbeitet im Büro. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Daniel Naupold (Foto: dpa/AFP/Archiv/Daniel Naupold)Eine Frau arbeitet im Büro. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Daniel Naupold (Foto: dpa/AFP/Archiv/Daniel Naupold)

Knapp drei Viertel leben überwiegend von eigener Erwerbstätigkeit

In Deutschland können deutlich mehr Frauen als noch vor zehn Jahren selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen. Im Jahr 2016 bestritten fast drei Viertel (72 Prozent) der Frauen zwischen 25 und 55 Jahren ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch anlässlich des internationalen Frauentags am Donnerstag mitteilte. Vor zehn Jahren hatte der Anteil nur bei 64 Prozent gelegen.

Allerdings gibt es noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Im Osten finanzierten im Jahr 2016 rund 77 Prozent der Frauen ihren Lebensunterhalt vorrangig durch eigene Erwerbsarbeit, während der Anteil im Westen mit 70 Prozent deutlich niedriger lag.

Bei bundesweit 16 Prozent aller Frauen zwischen 25 und 55 Jahren stammte laut der Statistik der überwiegende Lebensunterhalt aus Einkünften des Partners oder von anderen Familienangehörigen. Auch in diesem Punkt zeigte sich aber eine deutliche Veränderung: Im Jahr 2006 hatte diese finanzielle Abhängigkeit noch auf 23 Prozent der Frauen zugetroffen.

Nur wenig Veränderungen gab es bei den Männern. Im Jahr 2016 lebten 86 Prozent der Männer zwischen 25 und 55 Jahren überwiegend von einer eigenen Erwerbstätigkeit, zehn Jahre zuvor hatte die Quote mit 83 Prozent nur etwas niedriger gelegen. Der Anteil der Männer, die vorrangig von einem Einkommen eines Partners oder eines anderen Angehörigen lebten, lag im Jahr 2016 bei rund drei Prozent.


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