02.03.2018, 02:32 Uhr

Berlin (AFP) Unionspolitiker verteidigt Vorgehen der Bundesbehörden gegen Hacker

Mayer: Sicherheitsbehörden wollen Angreifer ausfindig machen. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arno Burgi (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arno Burgi)Mayer: Sicherheitsbehörden wollen Angreifer ausfindig machen. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arno Burgi (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arno Burgi)

Nach Kritik an Informationspolitik der Regierung

Nach der Kritik am Umgang mit dem Hacker-Angriff auf Teile des IT-Netzwerks der Bundesregierung hat der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), die Arbeit der Sicherheitsbehörden und der Bundesregierung verteidigt. Er habe "den Eindruck, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Bundessicherheitsbehörden sehr professionell, umsichtig und verantwortungsvoll" mit dem Angriff umgingen, um den Schaden möglichst gering zu halten und die Angreifer ausfindig zu machen, sagte Mayer der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe).

Er könne die Kritik an der Informationspolitik der Bundesregierung "in keiner Weise nachvollziehen", sagte Mayer. Zuvor hatte der Grünen-Politiker Konstantin von Notz, der wie Mayer Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium ist, "volle Aufklärung" darüber verlangt, warum die Mitglieder des Ausschusses über den Fall nicht vorab informiert worden seien. Es sei "völlig inakzeptabel", dass die Informationen über die Medien an die Öffentlichkeit gelangt seien.

Der Hacker-Angriff auf das interne Datennetzwerk der Bundesregierung (IVBB) stand nach Angaben der Bundesregierung von Anfang an unter Kontrolle der deutschen Behörden. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU), sagte am Donnerstag, die Angreifer seien "jederzeit voll kontrolliert von den Sicherheitsbehörden beobachtet worden". Ziel der Beobachtung sei es gewesen, weitere Erkenntnisse über den Angriffsmodus zu erhalten und Sicherheitsmaßnahmen im IVBB einzuleiten".

Der Vorsitzende des Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestages, Armin Schuster (CDU), teilte später mit, es handele sich um einen "noch laufenden" Cyberangriff. Welche Regierungsstellen von dem Hackerangriff betroffen waren oder sind, sagte Schuster nicht.


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