01.03.2018, 04:09 Uhr

New York (AFP) Walmart verkauft Waffen nur noch an Kunden ab 21 Jahren

Walmart verkauft Waffen nur noch an Kunden ab 21 Jahren. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/SCOTT OLSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/SCOTT OLSON)Walmart verkauft Waffen nur noch an Kunden ab 21 Jahren. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/SCOTT OLSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/SCOTT OLSON)

US-Einzelhandelsriese reagiert auf Debatte nach Schulmassaker in Florida

Als Reaktion auf die Debatte nach dem Schulmassaker in Florida setzt der US-Einzelhandelsriese Walmart das Mindestalter für Waffenkäufer auf 21 Jahre herauf. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, es habe angesichts der jüngsten Ereignisse die Firmenpolitik überprüft und das Mindestalter für Waffen- und Munitionskäufer auf 21 Jahre erhöht. Dies solle so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Der Einzelhändler teilte zudem mit, auf seiner Website keine Waren mehr zu zeigen, "die Sturmgewehren ähnlich sehen, darunter nicht tödliche Airsoft-Waffen und Spielzeug". Sportschützen und Jäger sollten aber weiter "auf verantwortungsvolle Weise" bedient werden. Walmart teilte weiter mit, keine großen Magazine sowie "bump stocks" zu verkaufen - mit diesen Aufsätzen werden halbautomatische in vollautomatische Gewehre umfunktioniert.

Das Sturmgewehr AR-15 habe Walmart seit 2015 nicht mehr im Angebot, erklärte der Konzern. Mit so einer Waffe war am Valentinstag das Massaker an einer Schule in Florida verübt worden, bei dem ein 19-Jähriger 17 Menschen tötete.

Vor Walmarts hatte bereits die Einzelhandelskette Dick's Sporting Goods angekündigt, Sturmgewehre aus ihrem Sortiment zu nehmen und Waffen generell nur noch an Kunden ab 21 Jahren zu verkaufen. Der Todesschütze von Parkland hatte ein Gewehr bei Dick's gekauft. Es war aber nicht die Waffe, die er bei dem Schulangriff verwendete.

Bereits zuvor hatten mehrere Unternehmen, darunter Autovermieter und Versicherer, angekündigt, nicht mehr mit der Waffenlobby NRA zusammenzuarbeiten. NRA-Mitglieder erhielten bislang Vergünstigungen bei diesen Unternehmen.


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