27.02.2018, 04:37 Uhr

Hannover (AFP) Spahn sieht "massiven Reformbedarf" bei der privaten Krankenversicherung

Spahn: "Massiver Reformbedarf" bei der Privaten Krankenversicherung. Quelle: AFP/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Tobias SCHWARZ)Spahn: "Massiver Reformbedarf" bei der Privaten Krankenversicherung. Quelle: AFP/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Tobias SCHWARZ)

Künftiger Gesundheitsminister sieht stark steigende Beiträge im Alter kritisch

Der designierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht bei der privaten Krankenversicherung "massiven Reformbedarf". Innerhalb der privaten Krankenversicherung müssten "immer mehr Menschen im Verhältnis zu ihren Einkommen sehr hohe Beiträge zahlen", sagte Spahn den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Dienstagsausgaben). "Wir müssen verhindern, dass für einen einfachen Polizisten stark steigende Beiträge im Alter zu einer sozialen Frage werden", sagte der CDU-Politiker.

Die Entscheidung für eine private Krankenversicherung sei eine Lebensentscheidung. "Wenn man sich einmal festgelegt hat, ist ein Wechsel in späteren Jahren schwerer als eine Scheidung", sagte der 37-Jährige. Wer immer höhere Beiträge zu zahlen habe, komme "im Alter sicherlich ins Grübeln". Außerdem gebe es wegen der niedrigen Zinsen Probleme mit den Kapitalrücklagen.

Spahn kündigte zudem entschlossene Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in der Pflege an. Er wolle dafür sorgen, dass der Beruf attraktiver werde, sagte er. "Wir werden die Ausbildungskapazitäten erhöhen, die Bezahlung und die Tarifbindung in der Pflege verbessern", kündigte er an.


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